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Ein Gast am Eichenauer See vor der Bade-Insel.

Andere juristische Einschätzung

Der Gemeinderat entscheidet: Die Eichenauer Bade-Insel darf bleiben

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Heiß diskutiertes Thema in diesen Sommertagen : die Badeinseln. Bayernweit werden sie abgebaut. Die Kommunen haben nach einem Gerichtsurteil Angst, bei Unfällen haften zu müssen. Ein Ort schlägt nun einen anderen Weg ein. 

Eichenau - In Eichenau dürfen Insel und Steg am See weiter benutzt werden. Das ist keine Vogel-Strauß-Politik, sondern Ergebnis genauer Überlegungen. 

Bade-Inseln kein Sicherheitsrisiko

Knapp 10 000 Euro hat die Anschaffung der Badeinsel die Gemeinde Eichenau vor vier Jahren gekostet. Doch an den Preis haben die Kommunalpolitiker bei ihrer Entscheidung sie nicht abzubauen, weniger gedacht. Bürgermeister Peter Münster (FDP) ist viel mehr der Meinung, dass die blaue Plattform kein Sicherheitsrisiko ist, sondern im Gegenteil Sicherheit bringt. „Wenn jemand den See durchschwimmen möchte, kann er hier eine Ruhepause einlegen.“ 

Weitere Gründe für den Verbleib der Bade-Insel

Und der Rathauschef hat noch einen andere Gründe für den Verbleib der Badeinsel. Baue man sie ab, müsse man konsequenterweise auch den Steg oder Spielgeräte rund um den See entfernen. „Weil man auch dort eine Aufsicht nicht lückenlos gewährleisten kann.“ Als Jurist sieht der Eichenauer Bürgermeister sogar eine Konsequenz des oft zitierten Urteils, die über einen Badesee hinausreicht. Auch Kinderspielplätze könnten als kommunale Einrichtung nicht ständig beaufsichtigt werden. Geräte, die mehr als 90 Zentimeter Höhe aufweisen, müssten nach dessen Logik ebenso abgebaut werden.

Gemeinderat pro Bade-Insel

 Münster weist darauf hin, dass das Urteil des Bundesgerichtshofes auf Grund einen Vorfalls mit einer Boje ausgelöst worden sei. Im Gemeinderat fand der Bürgermeister durchweg Zustimmung. Schulreferent Martin Eberl (SPD) fasste das so zusammen: „Wir sind in einer mit Vernunft gesegneten Gemeinde.“ Man treffe hier Entscheidungen nicht in vorauseilendem Gehorsam, wie dies in anderen Kommunen der Fall gewesen sei. „Nur weil vielleicht alle hundert Jahre mal etwas passiert.“ In Fürstenfeldbruck, Germering, Mammendorf und Olching sind die Badeinseln schon abgebaut. Emmering hat seine mittlerweile auch entfernt.

Auch interessant: Zu dem Thema ist ein runder Tisch geplant

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