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Der alte mit dem neuen Vorstand (v.l.): Tobias Zirngibl, Benjamin Götzenberger (Vize), Florian von Wurmb-Seibel, Patrick Prediger (Vorsitzender), Sebastian Boß, Felix Grimm, Leonhard Hagenbucher, Ulrich Rößler und Henr i Lehmann.

Nach elf Jahren

Generationenwechsel beim Eichenauer Maibaumverein

Vor elf Jahren wurde der Maibaumverein gegründet. Damals waren die meisten Vorstandsmitglieder junge Burschen von Mitte, Ende Zwanzig. Deshalb war es nun Zeit für einen Führungswechsel – den ersten überhaupt in der Geschichte des Vereins.

Eichenau – Florian von Wurmb-Seibel (38) als erster Vorsitzender und Tobias Zirngibl als Vize traten zurück. Ihre Nachfolger, der 30-jährige Patrick Prediger als neuer Mann an der Spitze und Benny Götzenberger als Stellvertreter sind zwar jünger an Jahren, aber trotzdem schon alte Hasen beim Maibaumaufstellen. Prediger war bisher in der Vorstandschaft für die Koordination der Wachen zuständig, Götzenberger Beisitzer.

„Die Neuen werden trotzdem in große Fußstapfen treten“, sagte Bürgermeister Peter Münster bei der Jahreshauptversammlung, auf der der neue Vorstand gewählt wurde. „Ich bin beeindruckt, was hier bewegt wird“, so der Rathauschef.

Denn nicht nur alle drei Jahre wird ein Maibaum allein mit Muskelkraft in die Höhe gestemmt. Auch der Tanz in den Mai gehört zu den Veranstaltungen, die der Verein organisiert. Sogar die in der Gemeinde eher spärliche Weihnachtsbeleuchtung ergänzt er – mit einem Lichterkranz an beiden Enden des Maibaums.

Einer Tendenz kann sich aber auch ein der Traditionspflege verpflichteter Verein nicht entziehen. Das Durchschnittsalter ist in den letzten acht Jahren von 32 auf 41 gestiegen. Auch die Frauenquote beträgt mittlerweile 23 Prozent. „Weil ein paar Männer ausgetreten sind“, wie der wiedergewählte Schriftführer Sebastian Boß anmerkte. Anpacken würden die Frauen durchaus, beim Wache schieben und bei den Festen.

Die Mitgliederzahl hat sich einigermaßen stabil bei 170 bis 180 eingependelt. In den Jahren, in denen ein Maibaum aufgestellt wird, geht sie aber immer in die Höhe. Das sei dann wohl auch für 2018 zu erwarten, so Boß.

Und auch einen gestanden „Zuagroasten“ hat der Maibaumverein. Man merkt Henri Lehmann, neuer Beisitzer in der Vorstandschaft schon an, dass er aus Brandenburg kommt. Trotzdem geht er locker als Einheimischer durch, weil er in Eichenau schon 2003 mit der Feuerwehr beim Maibaumaufstellen angepackt hat. (Hans Kürzl)

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