Appell an Landrat

Helferkreis: Flüchtlinge müssen arbeiten dürfen

Der Asylhelferkreis, die Fraktionen im Gemeinderat und die Integrationsreferentin appellieren an die Kreisbehörde, Arbeitserlaubnisse für Asylbewerber und geduldete Flüchtlinge möglichst ohne Einschränkungen zu erteilen. Per Brief haben sie sich mit ihrem Anliegen an Landrat Thomas Karmasin gewandt.

Eichenau– Hintergrund ist ein Kabinettsbeschluss der Bayerischen Staatsregierung vom 23. Mai. Demnach können Asylbewerber früher als bisher eine Beschäftigungserlaubnis für eine Ausbildung erhalten, nämlich bis zu sechs statt bislang drei Monate vor Ausbildungsbeginn. Außerdem sollen unter bestimmten Voraussetzungen Erlaubnisse auch für abgelehnte Asylbewerber erteilt werden, wenn deren Abschiebung ausgesetzt ist.

Einige Asylbewerber, die in Eichenau leben, haben Arbeitsverträge mit regionalen Einzelhändlern abgeschlossen, heißt es in dem Schreiben. Gerade kleinere Betriebe würden auf die Arbeitskräfte bauen. Sollten die Arbeitsverhältnisse kurzfristig beendet werden müssen, sei das nicht nur aus sozialer, sondern auch aus ökonomischer Sicht für die Unternehmen eine große Bürde. „So lange die Dauer der Asylverfahren oder auch die gegebenenfalls anschließende Duldung nicht deutlich abgekürzt werden kann, halten wir es für kontraproduktiv, von der Erteilung von Arbeitserlaubnissen an bestimmte Geflohene abzusehen“, schreiben die Unterzeichner in ihrem Brief.

In Eichenau sind aktuell sechs Flüchtlinge von dem Arbeitsverbot betroffen. Alle hatten davor bereits monatelang gearbeitet. Weiter fünf Asylbewerber sind derzeit auf der Suche nach Arbeits- beziehungsweise Ausbildungsstellen, davon drei in Pflegeberufen.  tb

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schi-ckimicki mit Witz aus Kitz
Täglich erscheint in der Printausgabe des Fürstenfeldbrucker Tagblatt eine Glosse als Lokalspitze unter dem Titel „Ganz nebenbei“. Eine Kostprobe aus der aktuellen …
Schi-ckimicki mit Witz aus Kitz
Projekt Kammerchor: „Man ist näher dran am Publikum“
Kirchenkonzerte, Opernaufführungen, Faschingskonzerte – der Philharmonische Chor ist vor allem für seine Mammut-Produktionen bekannt. 
Projekt Kammerchor: „Man ist näher dran am Publikum“
Grafrath sagt Nein zur Wohnbaugesellschaft
Die Gemeinde wird sich nicht an der interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck beteiligen. Der Gemeinderat sah mehrheitlich keinen Nutzen im …
Grafrath sagt Nein zur Wohnbaugesellschaft
Auf der Brücke über die Straße zum Firmen-Neubau
Das Mammendorfer Institut für Physik und Medizin an der Oskar-von-Miller Straße 6, das seit 1982 medizintechnische Geräte entwickelt und produziert, plant einen …
Auf der Brücke über die Straße zum Firmen-Neubau

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion