Die Budriohalle: Auch das 1980 erbaute Gebäude wurde hinsichtlich seines Energieverbrauchs überprüft. Foto: archiv

Objekte der Gemeinde

Hier hat Eichenau in den vergangenen Jahren Energie eingespart

Drei Jahre lang ist der Energieverbrauch in den gemeindlichen Liegenschaften unter die Lupe genommen worden. Einsparungen waren spürbar, aber es gibt noch Lernbedarf.

EichenauDrei Jahre lang ist der Energieverbrauch in den gemeindlichen Liegenschaften unter die Lupe genommen worden. Einsparungen waren spürbar, aber es gibt noch Lernbedarf.

Insgesamt zwölf Objekte – von Schulen über Kindergärten bis hin zum Bauhof – hat Klaus Bundy in den vergangenen Jahren hinsichtlich ihres Energieverbrauchs überprüft. Er arbeitet bei einem mit Energiemanagement befassten Münchner Architekturbüro. Seine Ergebnisse stellte er nun dem Gemeinderat vor.

Um rund 80 000 auf 120 000 Euro wurden innerhalb der vergangenen drei Jahre die Brennstoffkosten gesenkt, der Gasverbrauch verminderte sich um zehn Prozent. Die Stromkosten mit jährlich 110 000 Euro haben sich dagegen laut Bundy kaum verändert. „Das liegt unter anderem daran, weil viele Liegenschaften noch nicht mit modernen Geräten oder zeitgemäßer Technik ausgestattet sind“, erklärte der Experte.

Michael Pletl vom Bauamt entgegnete ihm, dass dies mit teilweise erheblichem finanziellen Aufwand verbunden sei. Als Beispiel nannte er die 1980 erbaute Budriohalle. „Wenn wir dort die Beleuchtung modernisieren, sind wir schnell im fünfstelligen Bereich“, so Pletl. Zudem seien im Vorfeld einer solchen Maßnahme aufwendige Messungen notwendig.

Bisweilen passen auch Anforderungen aus dem Energiebereich mit denen aus dem Hygienebereich nicht zusammen. So wies Andreas Wendling, stellvertretender Fraktionssprecher der Freien Wähler darauf hin, dass bei Trinkwasser und Duschen in Kindergärten und Schulen bei zu viel Energieeinsparung die Gefahr von Legionellen bestehe. Bundy bestätigte das.

Trotzdem sieht er immer noch Verbesserungsmöglichkeiten. So bräuchten einige Hausmeister bei der Bedienung der Steuerungsanlagen immer noch Nachhilfe. Andere würden schlicht nicht mit dem nötigen Ehrgeiz an die Sache herangehen. Bei den Grundschülern falle der Einspargedanke aber meist auf fruchtbaren Boden. So haben sich an der Josef-Dering-Schule Energieteams gebildet, die helfen, Strom zu sparen.

Für Thomas Barenthin (Grüne) ist das Grund genug, von positiven Lerneffekten in der Gemeinde zu sprechen. Er forderte, das Energiemanagement fortzusetzen.

Dagegen sah Michael Wölfl (CSU) als Referent für energetische Sanierung die Gesamteinsparung als fragwürdig an. Es müsse detaillierter herausgearbeitet werden, was auf die Betreuung Bundys und was auf technische Umrüstungen zurückzuführen sei. Er erwarte sich auch eine bessere technische Betreuung. Bauamtsleiter Andreas Troltsch sah hingegen die an das Energiemanagement gestellten Erwartungen als erfüllt an. In der Sitzung am 7. November soll über die Fortsetzung entschieden werden.  hk

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