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Jetzt wirklich: Weg frei für Bolzplatz

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Beispielfoto © Klaus Haag

Es schien im Mai alles in trockenen Tüchern. Trotz Widerstandes der Rektorin Gudrun Simon wurde die Schulsportanlage an der Starzelbachschule per einstimmigem Beschluss zum öffentlichen Bolzplatz.

Eichenau – Nach Ansicht der Gemeinderäte waren auch lärmschutz- und haftungsrechtliche Bedenken aus dem Weg geschafft.

Der Gemeinde lag damals allerdings bereits ein Schreiben eines Anwohners an der Jahnstraße vor. Es wies darauf hin, dass der seit November 2006 rechtlich gültige Bebauungsplan eine Umwandlung in einen öffentlichen Bolzplatz nicht zulasse. Die Anlage sei als reine Schulsportanlage ausgewiesen. Eine Nutzungsänderung, die eine erheblich stärkere und unzumutbare Lärmbelastung nach sich ziehe, sei den Anwohnern nicht zuzumuten. „Ich bitte Sie, die Rechtslage zur Kenntnis zu nehmen“, hieß es in dem an Bürgermeister Peter Münster (FDP) gerichteten Brief. Ansonsten müsse davon ausgegangen werden, dass es zu Problemen komme.

Das Landratsamt in Fürstenfeldbruck reagierte darauf Mitte August und sprach ebenfalls von „einem immissionsschutzrechtlichen Konfliktpotenzial im Hinblick auf die umliegende Wohnbebauung“. Das Rasenspielfeld sei im Juli 2007 eindeutig als Teil der Schulsportanlage genehmigt worden. Die Kreisbehörde wies darauf hin, dass die Zulassung einer außerschulischen Nutzung einer Befreiung innerhalb des Bebauungsplanes bedürfe. Dem kam nun der Gemeinderat nach. Der Beschluss fiel ohne jede Diskussion einstimmig.

Nun kann der Sportplatz an der Friesenstraße werktags für dreieinhalb Stunden ohne Altersbeschränkung als Bolzplatz zur Verfügung stehen. Schulische Nutzungen haben Vorrang. Rektorin Gudrun Simon hatte immer wieder Schäden befürchtet und sich vehement gegen das Vorhaben ausgesprochen. Auch die korrekte Beachtung der Öffnungszeiten des Platzes sei ihrer Ansicht nach strikt zu kontrollieren.

Der Antrag auf Öffnung des Platzes für alle geht auf einen Antrag der SPD zurück, der grundsätzlich bereits im Februar befürwortet worden war. Die Fraktion wollte für die Kinder im Osten der Gemeinde eine wohnortnahe Freizeitmöglichkeit bieten.

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