Eine Frau sonnt sich auf dem Steg am See.
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Am Badesee in Eichenau soll ein fester Kiosk entstehen.

Verkauf in einer Holzhütte

Eichenau bekommt testweise einen richtigen Kiosk am Badesee

  • vonHans Kürzl
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Der Kiosk am Badesee soll Kunden anlocken. Der Eichenauer Gemeinderat stimmte nun dafür, eine Holzhütte aufzustellen - statt des bisherigen Provisoriums.

Eichenau – Der Verkaufskiosk am Badesee soll attraktiv bleiben. Bei fünf Gegenstimmen sprach sich der Gemeinderat dafür aus, aus dem bisherigen Verkaufsstand in einer Art Wohnanhänger probeweise eine provisorisch befestigte Einrichtung zu machen. So soll im kommenden Jahr ein transportabler Kiosk in Form einer Holzhütte auf einem ebenen Belag aufgestellt werden. Der Belag soll vom Bauhof errichtet werden. Die Gemeinde stellt die Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser. Damit wurde im Prinzip ein Beschluss von Anfang 2012 wieder aufgefrischt, der auf die CSU zurückgegangen war.

Norberto Migliorti, der seit Mitte Juli diesen Jahres den Kiosk betreibt, wollte dagegen einen einen dauerhaft befestigten Platz. Mit dieser Bitte hatte er sich an die Gemeinde gewandt. „Der Service mit dem Kiosk wird gut angenommen“, hatte er in seiner Mail festgestellt. Er wolle deswegen sein Angebot verbessern und die Öffnungszeiten verlängern, erklärte Migliorti. Deshalb sei er bereit in den Holzkiosk zu investieren, wenn die Gemeinde eine Betonbasis mit Befestigungspunkten für Strom und Wasser schaffe. „Es wäre zudem einfacher zu verwalten“, so Migliorti.

Dennoch stieß der Vorschlag auf Kritik. SPD-Gemeinderat Andreas Zerbes (SPD) meinte: „So wie es jetzt funktioniert, passt es.“ Eine Betonplatte für vielleicht zweieinhalb Monate Verwendung sei nicht verhältnismäßig. Mit dem Pächter sei man zufrieden, aber eine neue Gastronomie müsse man nicht aufbauen. Ähnlich äußerte sich Grünen-Fraktionssprecher Markus Hausberger. Auch wenn er das Anliegen des Kioskbetreibers verstehe, sei er von einer festen Einrichtung wenig begeistert.

Der Gemeinderat stimmte letztlich dem Vorschlag von Michael Wölfl (CSU) mit dem transportablen Bau zu: „Dann kann man im nächsten Jahr testen.“ Allerdings verband das Wölfl das mit einem Hinweis an den Betreiber: „Es wird keiner extra hingehen für Schweinebraten ohne Baden.“

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