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Gefahrenschwerpunkt: An der Einmündung der Roggensteiner Allee in die B 2 kracht es immer wieder.

Roggensteiner Allee

Kreisverkehr statt Abbiegeverbot an der B 2

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Autofahrer dürfen künftig nicht mehr von der Roggensteiner Allee links auf die B2 abbiegen. Das ist zu gefährlich. Die Eichenauer Gemeinderäte würden aber eine Alternative der Entschärfung bevorzugen.

Eichenau – Die Bundesstraße 2 östlich von Fürstenfeldbruck ist als Gefahrenschwerpunkt eingestuft. Dennoch ziehen etliche Gemeinderäte den Sinn eines Linksabbiegeverbots in Zweifel, das künftig von der Roggensteiner Allee her gelten soll. Der Gegenvorschlag: Ein Kreisel soll die Situation entschärfen.

„Das ist ein Schildbürgerstreich“, kritisierte Dritter Bürgermeister Josef Spiess (CSU). Aus seinen Beobachtungen und Erfahrungen heraus ergebe sich, dass die meisten Unfälle an dieser Stelle zwar schon von Linksabbiegern verursacht würden. „Aber von solchen, die von Bruck her kommend nach Eichenau hin abbiegen wollen.“ Er hätte bei der Verkehrsschau einen Kreisel gefordert, so Spiess. Diese Forderung wurde von Bernd Heilmeier (FW) unterstützt.

Dem setzte Bürgermeister Peter Münster entgegen, dass der Kreuzungsbereich an sich der zweitgrößte Unfallschwerpunkt im Landkreis nach der Germeringer Spange sei. „Allein die Zahl der Unfälle macht den Schwerpunkt, nicht wie schwer ein Unfall ist.“ Wegen der hohen verkehrlichen Belastung hätte an dieser Stelle auch ein Kreisverkehr keine Chance auf Genehmigung. An dieser Stelle fügte Martin Eberl (SPD) an, dass in Großbritannien Kreisverkehre sogar auf Autobahnen bestünden. Dort seien nämlich die so genannten „roundabouts“ bei allen Ausfahrten der Autobahnen vorhanden.

Michale Wölfl (CSU) sprach sich dafür aus, an der Örtlichkeit gar nichts zu ändern. „Ich kann doch situationsabhängig entscheiden“, sagte er. Bei starkem Verkehr würden viele schon jetzt erst rechts abbiegen und dann über die Einschleifung nach Alling die Spur in Richtung Germering befahren.

Tempo 30

Neben dem Linksabbiegeverbot standen in der Sitzung noch andere Punkte der Verkehrsschau zur Debatte.

Aus formalen Gründen wird es auch im Bereich der Josef-Dering-Schule entlang der Haupt- und Schillerstraße keine Tempo-30-Zone geben. Eine derartige Regelung ist zwar auch an Hauptstraßen möglich, wenn der Eingangsbereich der Schule unmittelbar an der Straße anliegt. Nur: Bei der Josef-Dering-Schule ist ein Eingang zur Aula von einer Hecke abgeschirmt. Diese wird als Begrenzung und ausreichender Schutz angesehen, wie Bürgermeister Münster ausführte. Entlang einer Krippe könne zwar Tempo 30 eingeführt werden. Der mögliche Geltungsbereich sei aber mit 30 Metern sehr kurz und reiche nicht bis zur Josef-Dering-Schule.

Im Zuge der Stillegung von Zebrastreifen im Bereich der Josef-Dering-Schule hatte Rike Schule (Grüne) eine Nachfrage wegen der Tempo-30-Regelung angeregt.

Parkärger bei Schule

Für eine verstärkte Verkehrsüberwachung oder eine weitere Verkehrsschau im Bereich der Starzelbachschule sprach sich Gertrud Merkert (SPD) aus. Schulreferent Eberl (SPD) unterstützte dieses Anliegen insofern, als er von Beobachtungen berichtete, dass Eltern sogar ungeniert auf Behindertenplätzen parken würden, um ihren Kindern weite Wege zur Schule zu ersparen.

Einer von Bernd Heilmeier (FW) ins Gespräch gebrachten Parklizenz für Anwohner wurde von der Verwaltung eine Absage erteilt. Die Anwohner hätten bereits auf ihren eigenen Grundstücken Stellplätze nachweisen müssen.

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