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In den Boden der Küche ist Feuchtigkeit eingedrungen. Als sie in Betrieb ging, war noch alles in Ordnung.  Abgelaufene Frist für Gewährleistung

Eichenau

Küche im Feuerwehrhaus undicht

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 Das 2010 neu gebaute Feuerwehrhaus an der Tannenstraße hatte ein Problem mit der Dichtigkeit. Das kam in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates zur Sprache. 

Eichenau In den Estrichboden der Küche war derart viel Feuchtigkeit eingedrungen, dass er aus hygienischen Gründen dringend ausgetauscht werden musste. Dies verursachte Kosten von insgesamt rund 19 000 Euro, die der Gemeinderat nachträglich billigte.

Ursache des Schadens war laut Feuerwehreferent Josef Spiess (CSU), gleichzeitig Vorstandsmitglied im Feuerwehrverein, eine Verschweißung im Abflussbereich, die beim Bau des Gebäudes nicht korrekt durchgeführt worden war. „Dadurch ist regelmäßig Feuchtigkeit eingetreten“, bestätigte Bürgermeister Peter Münster (FDP). Der Estrich musste erneuert und zudem Bodenfliesen verlegt werden. Umweltreferentin Marion Behr (Grüne) kritisierte, dass so ein Fehler in einem noch relativ neuen Gebäude doch merkwürdig sei.

Auf einen Gewährleistungsanspruch kann sich die Gemeinde nach aktueller Sachlage jedoch nicht berufen.

Die Frist, bis zu der die ausübende Firma den Schaden hätte ausgleichen müssen, sei 2014 abgelaufen, teilte Bürgermeister Münster auf Nachfrage mit. Eine Chance, sich das Geld zurückzuholen, sieht er allerdings schon noch. Man prüfe derzeit, ob es sich um einen versteckten Mangel handle.

Fest steht zumindest, dass andere Gebäudeteile von dem Schaden nicht betroffen sind. Münster erklärte, dass man zum Beispiel den darunter liegenden Besprechungsraum der Feuerwehr in Augenschein genommen habe. Ergebnis: „Es war nichts festzustellen.“

Da die Zeit drängte, hatte der Bürgermeister die Ausgaben für die Arbeiten veranlasst. Dabei wurden Haushaltsstellen umgeschichtet, deren Dringlichkeit nicht so hoch war, beziehungsweise wo die Ausgaben unter dem Ansatz geblieben waren. Dies betraf unter anderem die Josef-Dering-Schule, die Friesenhalle und ein in Gemeindebesitz befindliches Gebäude in der Gernstraße.

Die Verwaltung rechnet damit, dass wegen der aufwendigen, aber notwendigen Ausstattung der Feuerwehr zumindest mittelfristig ein Anstieg der Unterhaltskosten auf die Gemeinde zukommen wird. Dies betreffe zum Beispiel den Austausch von Akkus, die Notstromversorgung oder die Rauchmelder.

Auch die Weiterentwicklung der technischen Standards – etwa von analog auf digital – im Bereich der Alarmübertragung müsse berücksichtigt werden. Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses hatte Gesamtkosten in Höhe von rund 7,23 Millionen Euro verursacht.

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