Bär in Bayern gesichtet: Wildtierkamera knipst „scheues“ Tier 

Bär in Bayern gesichtet: Wildtierkamera knipst „scheues“ Tier 
+
Umstrittener Kunstrasen: Sportler sehen viele Vorteile, Umweltfreunde viele Nachteile. 

Eichenau

Kunstrasenplatz: Große Erneuerung steht an

  • schließen
  • Hans Kürzl
    schließen

Die Diskussion um Mikro-Plastik in Kunstrasenplätzen hat auch Eichenau erreicht: Die Grünen wollten wissen, wie hoch der Anteil des schädlichen Granulats ist. Dabei kam heraus, dass sowieso bereits größere Änderungen für das Sportgelände geplant sind.

Eichenau– Es war im April diesen Jahres, als eine Nachricht für ziemliches Aufsehen sorgte: Forscher fanden heraus, dass Sportplätze (mit Kunststoffgranulat) die drittgrößte Quelle für Mikroplastik in der Umwelt sind. Dabei handelt es sich um kleinste Partikel, die sich an Schuhe und Kleidung haften und auch in Bäche gelangen können. Das Problem, das dadurch entstehe, sei weitaus größer als das durch Kosmetik. Die Körnchen können außerdem durch den Wind weitergetragen werden.

Kunstrasen wird zur Gewissensfrage

Für einige Sportvereine wurde die Anschaffung eines neuen Kunstrasenplatzes plötzlich zur Gewissensfrage. So kam zum Beispiel in Gröbenzell eine Diskussion darüber auf. Am Ende entschied sich der Gemeinderat für ein Hybrid-Granulat, das unter anderem aus Hanf besteht und ökologischer sein soll.

Das Thema zog allerdings weiter seine Kreise. In Eichenau wollte Umweltreferentin Marion Behr (Grüne) wissen, wie groß die Menge an Kunststoffgranulat im Kunstrasen auf dem Gelände des FC Eichenaus ist. Dies formulierte sie in einer Anfrage in der jüngsten Sitzung des Ferienausschusses. Bauamtsleiter Andreas Troltsch informierte das Gremium daraufhin, dass die Plätze einmal im Jahr ausgebessert werden müssten.

Man achte aber darauf, die Menge des Granulats und damit den Anteil an Mikroplastik möglichst klein zu halten. „Allerdings steht sowieso eine große Änderung an“, so Troltsch. Der Kunstrasen soll erneuert werden. Auf einen bestimmten Zeitraum für die Maßnahmen wollte er sich jedoch noch nicht festlegen.

Geringes Verletzungsrisiko beim Kunstrasen

Die Kunstrasenanlage mit zwei Plätzen wurde 2008 in Betrieb genommen. Nach anfänglichen Bedenken und Diskussionen fanden sich hernach fast ausschließlich lobende Worte. Simon Skafar, damals Trainer und heute Manager beim FC Eichenau, stellte das geringe Verletzungsrisiko heraus. Auch der frühere Grünen-Landtagsabgeordnete Sepp Dürr, der einst für die Landtagsmannschaft kickte, sagte: „Kunstrasen ist das Beste nach Rasen.“ Die Erweiterung des Sport- und Freizeitzentrums hatte damals – einschließlich eines neuen Vereinsheims – 1,9 Millionen Euro gekostet. Hersteller geben die Lebensdauer von Kunstrasen mit zehn bis 15 Jahren an. Bei intensiver Nutzung kann sich diese verkürzen. (hk/gar)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

So geht es Hund Albi nach der grausamen Nagel-Attacke
Erneut hat es in Germering bei München einen Anschlag auf Hunde gegeben. Diesmal hat es einen Vierbeiner im Gnadenhof Gut Streiflach erwischt - er schluckte den …
So geht es Hund Albi nach der grausamen Nagel-Attacke
Stadtrat segnet Stadion-Pflege nachträglich ab - Demo von SCF-Mitgliedern
Der Stadtrat hat die im Dezember 2018 mit dem SCF geschlossene Pflegevereinbarung für die Anlage am Klosterstadion nachträglich genehmigt.
Stadtrat segnet Stadion-Pflege nachträglich ab - Demo von SCF-Mitgliedern
Vor der Wahl: CSU startet Bürger-Befragung
Die CSU rüstet sich für den Wahlkampf: Mit einer großen Bürgerbefragung will die Partei herausfinden, wo die Brucker Probleme und Stärken der Stadt sehen. Der Fragebogen …
Vor der Wahl: CSU startet Bürger-Befragung
Als Stadionsprecher bleibt er Teil des Teams
Eigentlich sollte Sebastian Dengg nur einmal als Stadionsprecher bei den Footballern der Fursty Razorbacks aushelfen. Daraus wurden acht Jahre. Und obwohl er jüngst …
Als Stadionsprecher bleibt er Teil des Teams

Kommentare