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Verwaltungsgericht vor Ort 

Nachbarschaftsstreit wegen Garage

 Zu hoch und zu groß ist eine Garage ausgefallen, die ein Eichenauer vor vier Jahren im Zuge seines Hausbaus mit errichtet hat. Dennoch kann sie nach einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtes München stehen bleiben. 

Eichenau –Gleichwohl ist ein möglicher Abriss noch nicht vom Tisch. Voraussetzung dafür wäre aber, dass die Kläger beim Landratsamt Fürstenfeldbruck einen Antrag auf Bauentfernung stellen und diesem stattgegeben wird. Die beteiligten Parteien haben bis zum 17. Mai Zeit, sich zu äußern oder weitere Schritte einzuleiten. Die Kläger kündigten bereits unmittelbar nach dem Augenscheintermin im Westen der Gemeinde an, dass man einen Antrag auf Beseitigung des Baus stellen werde.

Im Laufe der Verhandlung hatte Verwaltungsrichter Johann Oswald die Ausmaße des Baus – achteinhalb mal sechseinhalb Meter – kritisch unter die Lupe genommen. „Das zulässige Maß ist überschritten“, stellte der Richter fest. Dies galt auch für die Höhe der Garage, welche die zulässigen drei Meter um elf Zentimeter überschreitet. Allerdings hätten Nachbarn ihr Grundstück aufgeschüttet, sodass eine Neuberechnung der Garagenhöhe wohl möglich sei. Höhe und Größe hatte auch das Landratsamt angemahnt, dem zusätzlich das Dachgeschoss des Baus ein Dorn im Auge war. Eine Aufenthaltsmöglichkeit sei dort durchaus gegeben, hieß es vonseiten der Behörde. Der Anwalt der Kläger äußerte sich ähnlich.

Dem widersprach Richter Oswald: „Allein die Größe der Fenster eignet sich objektiv nicht für einen Aufenthalt.“ Zudem sei aktuell eine Nutzung nicht erkennbar. Die beklagte Partei verwies darauf, dass die Belastungsgrenze und Tragfähigkeit des Bodens nicht den Vorgaben für einen Aufenthaltsraum entspreche. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass die Garage mit einem Satteldach errichtet worden war, obwohl im Bauantrag ein Flachdach vermerkt war.

Angesichts der Situierung der Garage stellte Richter Oswald die Frage in den Raum, „ob die Bauweise nicht als rücksichtslos angesehen werden kann“. Dem stehe aber die Ausgestaltung der Grundstücke entgegen, die alle nahe beinander liegen. (Hans Kürzl)

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