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Mit Liebe zum Detail: Ludmilla Peter bindet der Osterkrone noch Schleifen. 

Brauchtum 

Osterkrone schmückt Eichenaus Ortsmitte

 Eine Kirche, das Rathaus und eine Wirtschaft gehörte zur Ortsmitte Eichenaus – und seit zwölf Jahren um die Osterzeit auch eine Osterkrone. 

EichenauDie Frauen Union kümmert sich liebevoll um das Schmuckstück. Die Idee dazu hatte Wally Koprek, die diese Tradition aus ihrer Heimat in der fränkischen Schweiz kennt. Zwölf Säcke mit Buchszweigen und rund 200 Eier brauchen die Frauen Jahr für Jahr, um die Osterkrone zu einem Blickfang werden zu lassen.

Dass der Stamm in der Mitte ein wenig krumm ist, stört die Mitglieder der Frauen Union nicht. Allerdings erinnert sie das an einen weniger schönen Vorfall. „Zehn Jahre lang passierte nichts. Vor zwei Jahren aber haben einige Jugendliche die Krone samt Stamm umgetreten“, erzählt Ortsvorsitzende Christiane Koallick. Man habe sich davon nicht entmutigen lassen. „Sogar der Bürgermeister hat uns damals aufgemuntert“, berichtet Koallick. Tradition hat übrigens auch bei einem neuen Bürgermeister anzufragen, ob man die Osterkrone weiterhin in Sichtweite des Rathauses aufstellen dürfe. „Das gehört sich so, wenn ein neuer Bürgermeister da ist“, betont Koallick.

Die Vorsitzende der Frauen Union freut sich auch darüber, dass die Osterkrone weitere Bewunderer gefunden hat und Nachahmer. Vor dem evangelischen Pflegezentrum wird ein zweites, kleineres Exemplar aufgestellt. Auch das gehört ein wenig zur Frauen Union – deren Mitglied Marille Musolff ist im Pflegezentrum ehrenamtlich engagiert. Hans Kürzl

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