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In der Teehalle: Sie bekommt schon einmal ein neues Vordach, der Blick geht zum FC Eic henau.

Eichenau

Pfefferminzmuseum soll moderner werden

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Seit 33 Jahren besteht das Pfefferminzmuseum in Eichenau. Der Förderverein sieht Modernisierungsbedarf. Ein weiterer Wunsch: Museum und Teehalle auf einem Gelände zusammenzubringen.

Eichenau – Das an der Parkstraße liegende Museum und die Teehalle an der Walter-Schleich-Straße könnten zumindest mittelfristig räumlich zusammengelegt werden. „Das würde für uns schon passen“, sagt Wolfgang Heilmann, Vorstandsmitglied des Fördervereins, auf Tagblatt-Nachfrage. Auch genügend Raum, um ein Museumsgebäude zu errichten, gäbe es zwischen Teehalle und dem Vereinsgelände des FC Eichenau. Diese Idee existiere bereits länger und wurde schon so weit fortgedacht, dass das Landratsamt in einer formlosen Voranfrage dem Ansinnen durchaus Chancen einräumte.

Baurechtlich wäre es unproblematisch, so Bauamtsleiter Andreas Troltsch. Er spricht davon, dass es aus Sicht der Gemeinde sogar eine „charmante Idee“ wäre, Museum und Teehalle an einem Ort zu vereinen. „Das Ambiente würde passen“, so Trotsch. Er wies aber ausdrücklich darauf hin: „Der Förderverein muss von sich aus sagen, dass er es angehen will.“ Dann könne man prüfen, welche Fördergelder zur Verfügung stünden. Zum zeitlichen Rahmen, in dem der Bau eines neuen Pfefferminzmuseums in Eichenau verwirklicht werden könnte, machte Troltsch keine Angaben.

Doch direkt Druck ausüben, will Heilmann nicht – wegen der Kostenfrage, obwohl Summen noch nicht einmal geschätzt werden könnten. „Es ist die Frage, ob die Gemeinde sich das leisten will“, sagt Heilmann. Er betont, dass der Förderverein nach aktuellem Stand der Dinge nicht von sich aus die Initiative ergreifen werde. Gegen neue Räume für das Museum würde man sich aber „sicher nicht wehren“.

Gleichwohl liegt dem Verein viel daran, sicher für die Zukunft planen zu können. Der Beschluss des Ferienausschusses, zunächst einmal das Vordach der Teehalle zu erweitern, sei ein erster Schritt. Man brauche Platz für die Geräte, mit denen die Ernte eingefahren wird, so Heilmann. Diese müsse man wettergeschützt unterbringen. Das ist das eine Anliegen. Ein anderes ist das Museum selbst.

Heilmann deutete an, dass er die Räumlichkeiten als in die Jahre gekommen ansieht. Bevor man da aber ernsthaft in Planungen einsteige, sollte die Standortfrage des Museums geklärt werden. „Es macht wenig Sinn, wenn wir Geld für einen Umbau in die Hand nehmen müssen und dann auch noch für einen Umzug“, so Heilmann. Er verweist auf die Diskussionen um den Raumbedarf an der Starzelbachschule. Immer wieder standen auch die Museumsräume zur Debatte. Diesbezüglich gibt es laut Bauamtsleiter Troltsch aber keinen Zusammenhang.

Unabhängig von allen Gedankenspielen um bauliche Maßnahmen bleibt der Förderverein seiner eigentlichen Aufgabe treu. „Anfang September haben wir die nächste Ernte“, kündigt Heilmann. Um die 250 bis 300 Kilo kommen da wohl wieder zusammen. Das ist zwar weit weg von den 45 Tonnen Pfefferminzblättern, die in Eichenau in den 1930er-Jahren geerntet wurden. Mit den heutigen Mengen ist der Förderverein aber so zufrieden, dass er von einer normalen guten Ernte spricht. Gut genug auch, um ein Stück Identität Eichenaus zu pflegen. Das Museum das einzige seiner Art in Deutschland.

Das Museum

an der Parkstraße (neben der Starzelbachschule) ist immer sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet, auch in den Ferien. Sonderführungen für Gruppen ab acht Personen sind auf Anfrage möglich. Mehr unter www.minzmuseum.de.

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