Per Kurbel werden die Blätter sortiert: Karl Kraft zeigt die Windfege im Eichenauer Pfefferminzmuseum. 
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Per Kurbel werden die Blätter sortiert: Karl Kraft zeigt die Windfege im Eichenauer Pfefferminzmuseum. 

Eichenau

Pfefferminzmuseum erinnert an einen heimischen Künstler

  • vonHans Kürzl
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Das Pfefferminzmuseum verbindet die Wiederöffnung nach der Corona-Pause mit einer Ausstellung. Gezeigt werden ab Sonntag, 6. Juni, Werke des 1977 verstorbenen Malers und Schuldirektors Peter Blab. Für Hans Kugler, Vorsitzender des Fördervereins des Pfefferminzmuseums, ist diese Art der Würdigung eine Selbstverständlichkeit. In der Persönlichkeit Blabs habe so viel Schaffenskraft gesteckt.

Eichenau – Dies wolle man der Öffentlichkeit mit der Ausstellung im Museum an der Parkstraße vermitteln. Jeweils an den Sonntagen von 14 bis 16 Uhr soll dies dann bis zum 26. Dezember möglich sein – abhängig von der Corona-Lage.

„Wir sind froh, dass wir wieder aufmachen können“, so Kugler. Trotzdem muss er noch schrittweise denken, um Vorgaben und Hygienemaßnahmen tagesaktuell anzupassen. „Wir werden wohl erst kurz vor der Öffnung wissen, wie viele Leute wir einlassen können“, erklärt Kugler.

Im Museum wird nur ein kleiner Teil der Werke Blabs zu sehen sein, der 1905 in Giesing geboren wurde. Eine Tante weckte bei Blab das Interesse an der Kunst, als er zehn Jahre alt war. Die später im Gymnasium Freising im Zeichenunterricht geschaffenen Werke bewahrte er ein Leben lang auf.

Der Leidenschaft zum Zeichnen konnte Blab noch in der ersten Phase des Zweiten Weltkrieges nachkommen. Später in Russland und in der dortigen Gefangenschaft ging das nicht mehr.

Aus beruflichen und familären Gründen musste Blab dann den Zeichenstift aus der Hand legen. Mitte der 1950-er Jahre ließ er sich in die Nähe von München versetzen, damit sein erkrankter Sohn eine Zugfahrmöglichkeit zum Gymnasium hatte. Über eine Zwischenstation in Röhrmoos, kam Blab dann nach Eichenau.

Die Zeit nach der Pensionierung ab 1967 nutzte Blab, nach dem auch ein Weg in Eichenau benannt ist, unter anderem dazu, mit seinen Bildern die Ortschronik Eichenaus auszugestalten – ebenso Festschriften für Puchheim und Fürstenfeldbruck. 1977 verstarb er.

Tochter Elisabeth Köbele berichtet von hunderten von Zeichnungen aus umliegenden Landkreisen, aber auch aus beliebten Reiseländern, die noch im Keller lagern. Köbele würde sie gerne gegen eine Spende von mindetens zehn Euro je Zeichnung weitergeben. Der Erlös soll an das Pfefferminzmuseum sowie den „Förderverein Roggenstein“ gehen. Interessenten können sich unter der Telefonnummer (0 81 41) 8 21 11 melden. HANS KÜRZL

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