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Müllberge sollen in Eichenau vermieden werden. (Beispielfoto)

Zu viel Müll

Rabatt statt Eichenauer Becher

Die Gemeinde wird keine eigenen Einweg-Kaffeebecher anschaffen. Stattdessen soll versucht werden, zunächst einmal die drei örtlichen Bäckereien von einer Sonderaktion zu überzeugen. 

Eichenau – Nach den Vorstellungen des Gemeinderates soll den Kunden ein Nachlass von zehn bis 15 Prozent auf ein Heißgetränk gewährt werden, wenn sie einen Mehrwegbecher mitbringen. Bei positiver Rückmeldung seitens der Firmen will die Gemeinde die Kampagne werbemäßig begleiten. Auch der Umweltbeirat soll Unterstützung leisten.

Der Entscheidung vorausgegangen war eine Umfrage der Werbegemeinschaft Eichenau und der Grünen. Danach hatten sich für die beschlossene Variante 76 Prozent der Befragten entschieden. Für einen Pfandbecher hatten sich nur 14 Prozent ausgesprochen.

Für die SPD, von der der Antrag ausgegangen war, befand Fraktionssprecher Martin Eberl den Nachlass als „grundsätzlich in Ordnung“. Er glaube aber nicht, dass Privatbecher ökologischer gereinigt würden. Claus Guttenthaler sah die Problematik bundes- oder landesweit. „Dort müssten sich die Gesetzgeber über nachhaltige Müllvermeidung endlich Gedanken machen.“ Weder durch Dosenpfand oder die Gebühr für Plastiktüten sei der Müllberg verkleinert worden.

Marion Behr (Grüne) hatte noch vorgeschlagen, die in der Starzelbach-Gemeinde durch Coffee-to-go-Becher entstehende Menge einmal symbolisch durch einen entsprechenden Berg darstellen zu lassen. Gertrud Merkert (SPD) hatte ausgerechnet, dass allein im Ort 240 Becher täglich ausgegeben würden. Bürgermeister Peter Münster (FDP) wies an dieser Stelle darauf hin, „dass die Gemeinde selbst gar kein Vorreiter zu sein braucht“. Man verwende ja schon immer Gläser, Tassen und anderes Mehrweggeschirr.

Die Stadt Bruck dagegen setzt auf den Brucker Becher

  Hans Kürzl

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