Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

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Beim Brucker Becher klappt es sehr wohl: Das Gefäß kann man selbst mitbringen und sich befüllen lassen.

Eichenau

Geschäftsleute haben wenig Interesse: Schlechte Chancen für Mehrweg-Becher

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Sie sind umwelttechnisch eine absolute Katastrophe: Einwegbecher für Kaffee zum Mitnehmen. Längst ist bekannt, dass sie zu den schlimmsten Müllsünden gehören. Eichenau will mit einem neuen Becher-System gegensteuern, stößt aber auf wenig Interesse bei den Geschäftsleuten.

Eichenau – Seit knapp zwei Jahren kämpft die SPD um die Einführung eines neuen Systems für Mitnehm-Kaffee in der Gemeinde – ähnlich dem Brucker Becher. Doch während in der Großen Kreisstadt längst selbst mitgebrachte Becher über den Tresen wandern, herrscht in Eichenau offenbar Stillstand. Im Ferienausschuss beklagte sich nun die Vize-Fraktionsvorsitzende Gertrud Merkert erneut, wie zäh sich die Angelegenheit darstellt: „Es geht nichts vorwärts.“

Nur zwei Geschäfte haben Interesse am Einwegbecher

Das hat auch einen Grund. Bürgermeister Peter Münster (FDP) entgegnete wiederum erneut, dass die Interessenten nicht gerade Schlange stehen würden. Lediglich zwei Geschäfte hätten ihre volle Bereitschaft erklärt, auch einen mitgebrachten Becher anzunehmen. Ein dritter Betrieb zeigte sich zurückhaltender – wegen hygienischer Bedenken. Keime könnten an die Geräte der Firma gelangen.

Um welche Geschäfte es sich dabei handle, wollte der Bürgermeister nicht sagen. Er veranlasste allerdings, dass die Wirtschaftsförderung sich noch einmal verstärkt um die Angelegenheit bemühe. Diese soll noch einmal an die Cafés und Bäckereien herantreten, die in Frage kommen könnten, um das Angebot an Coffee-to-go-Bechern zu bereichern. Dazu gehört nach Auskunft des Bürgermeisters auch das Eiscafé in der Hauptstraße.

Bürgermeister pro Mehrwegbecher

Einen Zeitrahmen für das Projekt gibt es bisher noch nicht. Aber: „Es sollte sich in den nächsten Monaten entscheiden“, sagte Münster gegenüber dem Tagblatt. Er selbst steht der Idee mit dem Mehrwegbecher positiv gegenüber. „Es ist eine gute und einfache Idee, aber man macht sie kompliziert.“ Münster ist entschlossen, das Vorhaben umzusetzen: „Zur Not machen wir es mit zwei Betrieben.“ Er hofft darauf, dass dann weitere folgen.

Kunde müsste Mehrwegbecher mitbringen

Bereits im Februar 2018 hatte sich der Gemeinderat dafür entschieden, keine eigenen Becher (wie in Bruck) anzuschaffen. Nach den damaligen Vorstellungen des Gemeinderates soll den Kunden ein Nachlass von zehn bis 15 Prozent auf ein Heißgetränk gewährt werden, wenn sie einen Mehrwegbecher mitbringen. Bei positiver Rückmeldung seitens der Firmen wollte die Gemeinde die Kampagne werbemäßig begleiten. Einer Anfang 2018 von Werbegemeinschaft Eichenau und Grünen-Ortsverband durchgeführten Umfrage zufolge hatten sich 76 Prozent der Befragten dafür ausgesprochen, einen eigenen Mehrwegbecher verwenden zu wollen. Einen Pfandbecher hatten nur 14 Prozent befürwortet.

In dem Zusammenhang hatte Umweltreferentin Marion Behr (Grüne) damals vorgeschlagen, die in der Starzelbach-Gemeinde durch Coffee-to-go-Becher entstehende Menge Müll einmal symbolisch durch einen entsprechenden Berg darstellen zu lassen. Gertrud Merkert (SPD) hatte ausgerechnet, dass allein im Ort 240 Becher täglich ausgegeben würden.

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