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Eichenauer entdeckte sie in Sammlung

Was es mit der rätselhaften Karte auf sich hat

Eichenau - So etwas erlebt man nicht alle Tage, am heutigen Mittwoch aber schon: Der 11.12.13 ist ein Schnapsdatum mit echtem Seltensheitswert.

Das letzte Mal trat diese Zahlenkonstellation an einem Donnerstag vor genau hundert Jahren auf. An diesen Tag erinnert eine Postkarte von 1913, die Thomas Klaus-König in seiner Postkartensammlung entdeckte. „Sie stammt von meiner Oma“, erzählt der 66-jährige Eichenauer. „Sie hat sie später an meine Mutter weitergegeben, die leidenschaftlich gerne Postkarten sammelte.“

Heute umfasst diese Sammlung über 300 Karten und Briefumschläge, darunter originale Feldpostkarten aus dem ersten und zweiten Weltkrieg. Manche zeigen noch den letzten Kaiser Wilhelm, andere tragen die Aufschrift „Deutsche Demokratische Republik“.

„Es ist schon faszinierend, die Sammlung durchzublättern und sich seine Gedanken über die Geschehnisse der Zeit zu machen“, sagt Klaus-König. Die Sammlung geht zurück bis etwa 1900 und gibt einen Einblick in über hundert Jahre Weltgeschichte.

"Hundert Jahre müssen vergehen, dann kannst Du erst so eine wiedersehen", steht auf der Postkarte

„Ich habe mich riesig gefreut, als ich daran gedacht habe und die Karte wieder gesehen habe“, sagt Klaus-König. „Meine Mutter hat sie mir schon als Kind immer gezeigt und gesagt, dass ich die besonders gut aufheben muss.“ Denn er besitzt sie nun in der dritten Generation und ist der erste, der das Datum hundert Jahre später miterleben kann. „Für mich hat sie einen sehr persönlichen Wert“, sagt der 66-Jährige. „Ich verbinde viele Erinnerungen damit. Sie lag früher immer mal wieder irgendwo im Haus herum.“ So diente das gute Stück mal als Einkaufszettel, mal den Kindern als Malpapier. Abgeschickt wurde sie nie .

Was das Schnapsdatum angeht, scheint es heute weitgehend unbemerkt geblieben zu sein. Die Standesämter im Landkreis, die sich an solchen Tagen eigentlich kaum vor Anfragen retten können, berichten von keinem besonders großen Andrang. „Wir haben keine einzige Hochzeit angemeldet“, sagt etwa Dagmar Hager von der Stadt Germering.

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