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Schulumbau kostet acht Millionen Euro

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© mauritius images / Alamy

Jetzt ist es heraus: Rund acht Millionen Euro wird die Erweiterung der Starzelbachschule in Eichenau kosten. Anlass genug, auch über die geplante Großküche zu diskutieren. Hier fürchtet man Probleme durch den Anlieferverkehr.

Eichenau – Von der reinen Planung her konnte Architekt Christian Peter dem Gemeinderat wenig Neues im Vergleich zur Oktobersitzung präsentieren. Erstmals nannte er aber konkrete Zahlen. Nach einem ersten Kostenansatz wird die Erweiterung auf rund acht Millionen Euro kommen. Darin sind die Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Umkleiden in der Turnhalle einbezogen. Den größten Brocken machen die Hochbauten mit drei und die Haustechnik mit zwei Millionen Euro aus.

Einige Gemeinderäte wie Umweltreferentin Marion Behr (Grüne) äußerten Kritik an den Plänen. Behr fürchtete insbesondere, dass es zu einer Verkehrszunahme durch die Anlieferung für die Großküche kommt und dadurch wiederum Probleme entstehen könnten. „Das sehe ich alles sehr kritisch“, sagte sie.

Auch Gertrud Merkert (SPD) bezeichnete die Küche, die von der Nachbarschaftshilfe betrieben und für die Zubereitung von 1000 Essen geplant werden soll, als überdimensioniert. Sie schlug vor, bei einer dezentralen Lösung zu bleiben oder die Küche ins Gewerbegebiet zu verlagern. Ebenfalls wurde diskutiert, die Küche nur an den rund 200 Schulessen auszurichten. Angela Heilmeier (FW), Referentin für Frauen, Familie und Kinderbetreuung, brachte noch die Versorgung über einen Caterer ins Gespräch.

„Wir müssen uns alle Alternativen ansehen, ehe wir entscheiden“, forderte außerdem Bernd Heilmeier (FW). Die Lösung mit dem Caterer sei in all den Vorgesprächen auch unter den Gemeinderäten nie zur Debatte gestanden. Frisch zubereitetes Essen sei alternativlos.

Architekt Peter fügte dem hinzu, dass man an Platzbedarf kaum etwas einspare, wenn man sich bei der Essenszubereitung auf die Schule beschränke oder einen Caterer beauftrage. Dessen Zulieferung würde ebenfalls mehr Verkehr bedeuten. Der Betrieb der Großküche wird laut Verwaltung etwa 20 Fahrten pro Tag zusätzlich erfordern. In diesem Zusammenhang sagte Bürgermeister Peter Münster (FDP), dass der „Anlieferverkehr“ für die Schüler (also Eltern-Taxis) ebenso erheblich sei.

Kein Thema ist für Münster die Auflösung der Mittelschule, die von Behr ins Gespräch gebracht wurde. Rein formal könne man das tun, so der Bürgermeister. „Aber die 60 Kinder finden im Landkreis nirgends Platz“, so Münster. Als nächsten Schritt im Genehmigungsverfahren werde man nun die Schulaufsicht kontaktieren. Außerdem soll eine Informationsveranstaltung für die Anlieger stattfinden.

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