Ivo Lovric Der Architekt liebte Beruf und Familie. Repro: akk

Nachruf

Seine Arbeit prägte das Ortsbild von Eichenau

Für Ivo Lovric stand funktionelles Bauen im Mittelpunkt seines beruflichen Schaffens: Kürzlich starb der Architekt im Alter von 81 Jahren. In seiner Wahlheimat Eichenau zeugen zahlreiche Ein- und Mehrfamilienhäuser und auch größere Wohnanlagen vom Wirken des gebürtigen Kroaten. 

Eichenau – „Mein Vater realisierte in der Gemeinde zahlreiche Bauprojekte, zum Beispiel am Lindenplatz oder in der Ortsmitte das Hotel Villa“, erzählt die Tochter Daniela Heggmaier. Ivo Lovric war bekannt für seine durchdachten Grundrisse, einen klaren Baustil ohne viel Schnörkel und eine straffe Bauleitung. Er prägte das Gesicht Eichenaus mit einem leichten, freundlichen Baustil, der den Siedlungscharakter der Gemeinde bewahrte.

Studiert hat Lovric sein Metier von 1962 bis 1965 in Köln. Es folgte die Mitarbeit in großen Architekturbüros, unter anderem bei Professor Schürmann. Dann zog die Familie von Leverkusen-Opladen nach Eichenau. Lovric übernahm eine Stelle in einem Architekturbüro und die Familie wurde in der Gartenstadt sesshaft. „Mein Vater war ein äußerst warmherziger, lebensfroher und humorvoller Mensch, der stets ein aufmunterndes Wort und einen Witz auf den Lippen hatte“, beschreibt ihn die Tochter. In seiner humorvollen Art war er bei Freunden als verlässlicher Wegbegleiter und weiser Ratgeber geschätzt. Ob privat oder beruflich: Ivo Lovric stand für vernünftige Lösungen, er war realistisch und praktisch veranlagt.

Sein Beruf war ihm zeitlebens Berufung: Auf Reisen oder unterwegs hielt er oft an, um interessante Fassaden oder Bauweisen zu studieren: „Ziegelhäuser mussten es seiner Meinung nach sein, denn nur die wurden seinen hohen Qualitätsansprüchen gerecht“, weiß die Tochter. Die Bauweise in Nordamerika verblüffte ihn hingegen: „Oft stellte er kopfschüttelnd fest, dass man amerikanische und kanadische Holzhäuser in keinster Weise mit der bayerischen Bauordnung in Einklang bringen könnte.“

Der private Ivo Lovric schätzte Geselligkeit, Musik und das Zusammensein mit der Familie, bestenfalls begleitet von gutem Essen. „Er liebte es, für andere zu kochen – insbesondere die mediterrane Küche mit Fisch, Gemüse und Kräutern hatte es ihm angetan“, erinnert sich Daniela Heggmaier an gemeinsame Abende.

So lange es seine Gesundheit zuließ, schnürte Lovric seine Laufschuhe, spielte im Tennisclub Eichenau oder er machte es sich am Radio oder vor dem Fernseher bei Sportübertragungen gemütlich. Nach langer, schwerer Krankheit erlag Ivo Lovric nun den Folgen eines grippalen Infekts. Er hinterlässt eine Tochter und zwei Enkel.(akk)

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