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Konkrete Zahlen vorgelegt

So viel mehr Verkehr bringt Olchings Umgehung für Eichenau

Die Eichenauer fürchten, dass die Olchinger Südwest-Umgehung deutlich mehr Verkehr für ihren Ort mit sich bringt. Nun liegen konkrete Zahlen dazu vor.

Eichenau – Die Mehrbelastung der Ortsdurchfahrt Eichenau durch die Umgehung halte sich in Grenzen. Das teilt Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet auf Grundlage eines Fachgutachtens des Verkehrsexperten Professor Harald Kurzak mit. Danach soll die Zusatzbelastung in der Starzelbachgemeinde nicht mehr als zwölf Prozent des bisherigen Durchgangsverkehrs betragen, schreibt Bocklet an Bürgermeister Peter Münster (FDP). Das heißt: In 24 Stunden fahren rund 729 Autos mehr durch Eichenau. In der Hauptstraße sind es 200 bis 400 Fahrzeuge mehr.

Münster hatte sich in einem Schreiben an den Landtagsvizepräsidenten gewandt. Er hatte zwar nicht den rechtsgültigen Planfeststellungsbeschluss zur Umgehung in Frage gestellt, aber um Zurückstellung des Baus und die Herausnahme aus der aktuellen Finanzierung gebeten. Bocklet hat auf die höchstrichterliche Entscheidung verwiesen. Er betont, dass in den verschiedenen gerichtlichen Verfahrensschritten die einzelnen Argumente ausführlich geprüft worden seien. Neue Gesichtspunkte seien jedoch nicht schwerwiegend genug, um die Verwirklichung des Projekts trotz Planfeststellungsbeschlusses zurückzustellen.

Im Einzelnen hat Professor Kurzak in seiner Verkehrsuntersuchung festgestellt, dass mit der Umfahrung westlich von Olching die Belastung der Staatsstraße 2069 südlich der Roggensteiner Straße in der Prognose 2025 um rund 1900 Autos innerhalb von 24 Stunden auf zirka 18.300 steigt. Diese Verkehrszunahme in der Eichenauer Ortsdurchfahrt sei jedoch nicht durchgängig, so der Experte. Die von der Umfahrung kommende Mehrbelastung führe nicht durch ganz Eichenau hindurch.

Ohne die Südwest-Umfahrung fahren auf der Staatsstraße 2069 südlich der Roggensteiner Straße 16 416 Fahrzeuge in 24 Stunden. Davon 12 756 aus Eichenau, von Puchheim-Bahnhof (über die Aubinger Straße) 3317. Dabei sind bei den Autos, die aus Eichenau kommen, 7860 Eichenauer und 4886 Fahrzeuge an Durchgangsverkehr dabei.

Durch die Südwest-Umfahrung steigt laut Kurzak die Belastung der Staatsstraße 2069 südlich der Roggensteiner Straße auf 18 319 Autos, sprich 1903 mehr als ohne die Umgehung. Von Puchheim-Bahnhof kommend sind es 441 mehr, die jedoch die Ortsdurchfahrt Eichenau nicht belasten.

Zudem sind es auch 733 Eichenauer mehr, die Aufgrund der Umfahrung nicht mehr nach Süden aus Eichenau herausfahren, sondern andere Wege nehmen. Das bedeute auch eine Entlastung der Hauptstraße und der Roggensteiner Allee.

Es könne also keine Rede davon sein, dass es zu einer „erheblichen Verkehrszunahme“ komme, betont Reinhold Bocklet. Die Mehrbelastungen müssten vielmehr vor dem Hintergrund der Gesamtbelastung betrachtet werden. Im Übrigen müsse berücksichtigt werden, dass es sich bei der Ortsdurchfahrt von Eichenau um eine Staatsstraße, also um eine Straße von überörtlicher Bedeutung handle, so der Landtagsvizepräsident.  tb

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