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Spiel, Spaß und Sommer: Die kleinen Besucher hatten jede Menge zu entdecken am Kindertag.

Buntes Festival für alle

So war der erste Open-Air-Sommer in Eichenau

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Drei Tage lang stand Eichenau im Mittelpunkt – im wahrsten Sinne des Wortes. Der erstmals in dieser Form stattfindende Open-Air-Sommer machte seinem Namen in jeder Beziehung alle Ehre – und kam bei den Besuchern gut an.

Eichenau – Ein Straßenfest am 1. Mai gibt es schon lange in Eichenau, auch zum Maibaumaufstellen trifft man sich alle paar Jahre gerne in der Ortsmitte. Und die Musiknacht hat schon zweimal die Besucher in ihren Bann gezogen. All das und noch einiges mehr gab es nun erstmals in einem Gesamtpaket: beim Open-Air-Sommer.

Vereinsmesse

Der Eichenauer Moritz Kiehn hatte eine interessante Sicht auf die Vereinsmesse, die am Samstag stattfand: „Ich komme mir ein wenig vor wie auf einer Neubürgerversammlung.“ Darüber muss der 42-Jährige aber dann doch lächeln, denn mit einem spröden Termin in einem Saal hatte die Veranstaltung eben nichts zu tun. „Das war hier richtig locker.“ Ein wenig durch die Straßen bummeln, beim Umweltbeirat vorbeischauen, den Parteien „Hallo“ sagen, über die Sportangebote informieren – lief alles ohne Stress. „Ich habe das kennengelernt, was ich kennenlernen wollte, und ich habe noch jede Menge Spaß und Musik gehabt.“

Entspannter Ratsch bei Messe: (v.l.) Barbara und Wolfgang Popp (Burggesinde zu Ruggenstein) mit Hans Kugler, Alois Heiß und Ingeborg Piller (Pfefferminzler).

Die lockere Atmosphäre genoss auch Lisa Ganske, die ihren Freund in Eichenau besucht hatte. Pluspunkt: statt Autos auf der gesperrten Hauptstraße Stehtische und freier Raum zum Flanieren. „Es macht so ein Fest schon entspannter, wenn kein Verkehr durch den Ort rauscht“, findet die 31-Jährige. Das Festival-Gefühl kam dann so richtig am Samstagabend auf. Die in der Region bekannte Band „Nachtstark“ heizte dem Publikum bei einem Open-Air-Konzert ein.

Musiknacht und Disko

Jazzige Klänge: Bei der Musiknacht gab es etwas auf die Ohren.

Bereits am Abend zuvor bekamen die Eichenauer, aber auch viele Besucher aus der Umgebung, gehörig etwas auf die Ohren. Das Konzept, viele Bands aus den verschiedensten Musikrichtungen beinahe über den ganzen Ort zu verteilen, kam sehr gut an. „So etwas ähnliches gibt es zwar rundherum auch immer wieder“, bemerkte Conny Lauth, die bei solchen Veranstaltungen gerne unterwegs ist. „Aber eine Musiknacht gehört in jeden Ort.“ Alexander Meßner, Leiter der Rathausverwaltung, entwickelte fast Urlaubsgefühle bei „Abendstimmung, südlichem Flair und guter Musik“.

Nicht nur die Erwachsenen hatten ihren Spaß. Für die kleinen Festivalbesucher wurde eine Kinderdisco im katholischen Pfarrzentrum aufgebaut, der Kreisjugendring sorgte am Samstag für reichlich Spiel und Spaß.

Graffitiwettbewerb

An den drei Tagen war einiges geboten. Auch die Teilnehmer des Graffitiwettbewerbs hatten ihren Auftritt. „Eine tolle Sache, dass das in diese drei Tage so eingebettet ist“, lobte Hüseyin Mentes, Leiter des Jugendzentrums. So käme die Graffitikunst noch mehr aus dem „Dunstkreis der Anonymität“ heraus. „Auch die Jugendlichen haben das Gefühl, gut beteiligt zu sein.“

Die Graffiti-Künstler zeigten ihr Können an der Spraydose.

Darüber freute sich Graffiti-Künstler Paul Feldmann. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn andere dein Bild immer wieder sehen“, sagte der 15-jährige, der mit Lucie Steinert und Thorben Portele hinter der Friesenhalle zugange war. Graffiti-Guru Melander Holzapfel zeigte sich vom Talent aller Künstler beeindruckt. Nur an der Bahnhofstraße, wo ein weiterer Graffitikünstler arbeitete, gab es wegen des Geruchs der Farben kurz Probleme. Kunden einer Bäckerei fühlten sich belästigt. Das sei aber gelöst worden, so Mentes. Er sprach sich für eine Neuauflage des Wettbewerbs in zwei Jahren aus.

Gottesdienst

Am Sonntag klang das Festival gediegen aus. Einem ökumenischen Gottesdienst folgte ein Jazz-Fühschoppen. Auch den dritten Tag nutzten die Eichenauer zum Beisammensein in ihrer Ortsmitte, die gesäumt von Foodtrucks war. Die Durchfahrtstraße war an den gesamten drei Tagen des Open-Air-Sommers gesperrt.

hk

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