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Übungsleiter abgeworben?

Sportverein und VHS konkurrieren um Übungsleiter

Eichenau - Die Verantwortlichen des Eichenauer SV werfen der Führung der Volkshochschule (VHS) vor, dass sie Übungsleiter abwirbt. Die VHS-Geschäftsführerin verweist auf den Bildungsauftrag.

„Die Volkshoch–schule arbeitet mit Sportlehrern, die sie von den Vereinen abgeworben hat.“ Die Kritik von Gemeinderatsmitglied Elmar Ströhmer (FW), geäußert in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Eichenauer SV, fiel deutlich aus. Im Rahmen der Haushaltsberatungen, in denen es um die Erhöhung der Einwohnerpauschale für die VHS ging (siehe Kasten), sprach Ströhmer von Abwerbung durch die Volkshochschule. Zwei Übungsleiterinnen aus der Turnabteilung habe er in der jüngsten Zeit verloren.

Den Vorwurf weist VHS-Geschäftsführerin Charlotte Mosebach zurück: „Wir werben niemanden ab“, erklärt sie dem Tagblatt auf Nachfrage. Natürlich sei die VHS bemüht, gute Dozenten zu verpflichten. „Da unterscheidet sich ein Sportangebot nicht von einem Englischkurs“, so Mosebach. Zudem seien die Kursleiter frei in ihrer Entscheidung, für wen sie arbeiten wollen.

Charlotte Mosebach verweist außerdem auf den Bildungsauftrag der VHS. Sie solle Angebote laut dem bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz „zu sozial verträglichen Preisen in verlässlicher Qualität vor Ort zur Verfügung stellen“, wie es 2015 im Jahresbericht des Bayerischen VHS-Verbandes heißt. „Das schließt die Gesundheitsvorsorge ein“, betont Mosebach.

Der Bildungsauftrag ist für Ströhmer, der Sportreferent der Gemeinde ist, nachvoll–ziehbar. Auch bei Kursen wie Autogenes Training kann Ströhmer mitgehen, wenn sie von der VHS angeboten wer–den. Sportangebote von Turnabteilungen gehören für Ströhmer aber in Sportvereine. Auch Bürgermeister Peter Münster (FDP) deutete in der Diskussion an, die VHS könne etwas aus ihrem Sportangebot herausnehmen.

Vereine und VHS konkurrieren auch bei den Hallenzeiten. „Die Kapazitäten sind da nicht unbegrenzt“, erklärte Ströhmer. Schon allein die Sportvereine müssten bei der Belegung viele Kompromisse eingehen. „Die VHS ist bei den Hallenzeiten ein Konkurrent“, stellte Ströhmer fest. Ihm stößt zudem auf, dass der Verein die Trainer auf seine Kosten ausbilden lasse und diese dann von der VHS zu sich geholt würden. Das sei auch eine Frage des Geldes.

In Baden-Württemberg etwa erhalten VHS-Übungsleiter bis zu 30 Euro je Stunde. Ehrenamtlich geführte Vereine können da nur schwer mithalten. Genaue Zahlen aus Eichenau nannten weder Ströhmer noch Mosebach. Die VHS-Geschäftsführerin verwies gegenüber dem Tagblatt zumindest darauf, dass die Entgelte für Dozenten landkreisweit einheitlich sind. Auch deswegen sieht sie keine Reibungspunkte zwischen Vereinen und VHS. Zu einem Gespräch sei sie aber bereit. Ähnlich äußerte sich auch Ströhmer.

von Hans Kürzl 

Rubriklistenbild: © Julia Mähler

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