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Über einige Zwischenstationen kam er zur Schreinerlehre

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Von: Dieter Metzler

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Zufrieden mit seinem eigenen Werk: Daniel Symelka aus Eichenau und sein Schreinerstück.
Zufrieden mit seinem eigenen Werk: Daniel Symelka aus Eichenau und sein Schreinerstück. © Schreinerinnung FFB

Für seine Wohnung baute Daniel Symelka ein Nachtkästchen aus Nussbaumholz

Eichenau – Bereits im Jahr 2016 machte Daniel Symelka am Viscardi-Gymnasium in Fürstenfeldbruck sein Abitur. Bis er sich aber für eine Schreiner-Ausbildung entschied, gingen noch einige Jahre ins Land. Die Arbeit mit Holz „geisterte“ zwar schon immer in seinem Kopf herum, erzählt der heute 24-jährige Eichenauer. Aber zunächst probierte er erst einige andere Dinge aus.

Nach einem Jahr Studium der Diätetik (die Lehre bei der es um die Verknüpfung von Ernährung und Medizin geht) wechselte Symelka ins Soziologie-Studium. „Das war mir zu viel Schreiberei“, sagt der 24-Jährige rückblickend. Nach zwei Semestern warf er das Studium hin. Dann meldete er sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) für ein Jahr bei der Jugendbegegnungsstätte Impuls in Gröbenzell an.

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Dann entschied sich Daniel Symelka fürs Handwerk – und zwar für eine Ausbildung zum Schreiner. Beim Obermeister der Brucker Schreinerinnung Andreas Obermaier erhielt Symelka einen Ausbildungsvertrag. Nach dem Berufsgrundschuljahr begann er mit der zweijährigen praktischen Ausbildung.

„Hier wurde mir handwerklich alles vermittelt, sodass ich eine gute Prüfung ablegen konnte“, erzählt Symelka. Als Gesellenstück schwebte ihm zunächst ein Musiktisch vor, auf dem Platz für ein Keyboard sein sollte, sowie für Schreibutensilien, die er zum komponieren benötigt. Als er sich jedoch mit dem Bau näher auseinandersetzte, verwarf er die Idee, denn er wäre wohl nicht in der vorgegebenen Zeit fertig geworden.

„Also habe ich mich in meiner Wohnung umgeschaut, was ich noch brauchen könnte“, erzählt er und entschied sich für die Herstellung eines Nachtkästchens in Nussbaum. „Es ist ein schickes Stück geworden“, sagt Symelka zufrieden. Ob er damit bei der „Guten Form“ gewinnen kann? „Es gibt mit Sicherheit aufwendigere Arbeiten.“

Jetzt geht es für Symelka erst einmal nach Spanien, wo er die Familie seiner Freundin kennenlernen möchte. „Im Oktober fange ich in einem neuen Schreinerbetrieb als Geselle an.“ Doch Symelka, der in seiner Freizeit Gitarre spielt, träumt noch von einer speziellen Ausbildung zum Zupfinstrumentenbauer. „Ich hoffe, dass ich mit dem Abi und meiner Gesellenprüfung eventuell eine Ausbildungsverkürzung erhalten kann.“ (DIETER METZLER)

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