Auch Tote nach Einsturz der Autobahnbrücke in Italien

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Die Politik muss beim Pflegenotstand handeln finden (hinten v.l.) die Pflegerinnen Figrid Ullrich und Marie Strasser. Für bessere Arbeitsbedingungen protestierten auch die Bewohnerinnen (vorne v.l.) Margit Ulbrich und Inge Friedl. 

In Eichenau

Vereinter Protest gegen Pflegenotstand

Die Botschaft war deutlich: „Wir stehen für Altern in Würde! Für was steht Ihr?“. Dieser und ähnliche Sprüche waren auf Transparenten zu lesen, mit denen Altenpfleger des Evangelischen Pflegezentrums in Eichenau auf den Fachkräfte-Mangel in der Branche aufmerksam machten.

Eichenau Auch fast 100 Bewohner waren bei der Protestkundgebung dabei. Anlass dafür ist der Internationale Tag der Pflege an diesem Samstag.

Längst hätten Politiker Lösungen für den Pflegenotstand finden müssen, beklagte Dirk Spohd, der Leiter des Pflegezentrums. Seit Jahren würden die Schwierigkeiten öffentlich diskutiert. Um das Problem zu lösen, müsse der Pflegeberuf attraktiver werden, sagte Spohd. Gleichwohl müsste man die Arbeitsbedingungen verbessern, damit Pfleger gut, gerne und lange in ihrem beruf arbeiten. Dafür müsse vor allem ausreichend Personal eingestellt werden – ausgerichtet am tatsächlichen Bedarf statt an der Kassenlage der Sozialhilfeträger.

In Eichenau betreuen momentan 75 Fach- und Hilfskräfte 175 Bewohner, sagt Pflegedienstleiterin Susanne Brenner. Um sie zu unterstützen, lernen im Pflegezentrum derzeit zehn Auszubildende. 2019 sollen sieben weitere folgen.

Die Politiker hätten zwar das Problem erkannt, aber nicht die nötigen Konsequenzen gezogen, sagt Spohd. Die 8000 zusätzlichen Pfleger für Deutschland seien nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Dasselbe gelte für Pfleger aus dem Ausland. Sie brächten eine Entlastung, seien aber keine dauerhafte Lösung.  akk

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