Verwirrung um Geldspende

Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Doch zu spenden, das ist manchmal gar nicht so einfach. Das hat eine Eichenauerin nun erfahren, als sie Bargeld bei der Sparkasse einzahlen wollte.

Eichenau – Im Sommer ist Eva Bader besonders fleißig gewesen. Da stand die 67-Jährige in der Küche und hat Marmelade eingekocht. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Allinger Tanzkreises hat sie die Gläser dann verkauft. 100 Euro waren so für den guten Zweck zusammengekommen.

Das Geld war, so wie im vergangenen Jahr auch, für die Spendenaktion des Brucker Tagblattes bestimmt. Mit den zwei Fünfzig-Euro-Scheinen ging sie zur Sparkasse in Eichenau – und erlebte eine Überraschung. Denn als sie das Geld auf das Konto der „Kette der helfenden Hände“ einzahlen wollte, gab es offenbar ein Missverständnis.

„Der Mitarbeiter teilte mir mit, dass Bargeldeinzahlungen auf fremde Konten nicht mehr möglich sind“, erzählt die 67-jährige Eichenauerin. Im vergangenen Jahr habe das noch problemlos geklappt.

Eva Bader behalf sich damit, das Geld auf ihr eigenes Konto einzuzahlen. Von dort ging es dann auf das der Spendenaktion. „Und dafür berechnete man mir dann auch noch eine Gebühr“, empört sich Bader.

Der Leiter der Eichenauer Filiale, Christian Skokanitsch, kann den Ärger der 67-Jährigen nachvollziehen. „Da muss es sich aber wohl um ein Missverständnis gehandelt haben“, sagt er. Vermutlich sei dem Mitarbeiter nicht klar gewesen, dass es sich um eine Einzahlung auf ein Spendenkonto gehandelt habe. Darauf seien Bareinzahlungen bis 999,99 Euro möglich.

Um solche Missverständnisse in Zukunft zu vermeiden, bittet Skokanitsch Spender bei Problemen um Klarstellung: „Weisen Sie unsere Mitarbeiter darauf hin, dass es sich um eine Einzahlung auf ein Spendenkonto handelt, und es sollte keine Probleme geben.“ Spenden dürften nicht an bürokratischen Hürden scheitern, so der Filialleiter. 

 von Christian Masengarb und Eva Strauss

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