Eichenau

Wie viele Häuser verträgt ein Areal?

Eichenau – Auf einem Grundstück am Puchheimer Weg, das rund 4000 Quadratmeter groß und auf 196 Quadratmetern bebaut ist, sollen weitere Gebäude entstehen. Der Gemeinderat sprach sich für eine maßvolle Verdichtung aus. Allerdings bestimmte er das Maß der Verdichtung nicht näher.

Festgestellt wurde in der Sitzung, dass die bisherige recht geringe Bebauung von der früheren Grundstückseigentümerin ausdrücklich so gewollt war, deren Nachfolger aber ein höheres Baurecht beantragten. Der planende Architekt hatte fünf Bauflächen zwischen 223 und 294 Quadratmetern vorgeschlagen. „Deutlich zu viel“, befand Martin Eberl (SPD) und verwies auf die Anzahl der Häuser sowie auf die seiner Ansicht nach zu gewaltig wirkende Zufahrt. Dem Naturschutz sei so etwas nicht zumutbar, befand Eberl.

Dem stimmte CSU-Fraktionssprecher Dirk Flechsig weitgehend zu: „Nachverdichtung ja, aber nicht so massiv.“ Zudem habe sich auf dem Grundstück ein „gewisses Biotop entwickelt, das es zu schützen gilt“. Einen ähnlichen Grundsatz vertrat Peter Münster (FDP) und fügte hinzu: „Man sollte sich auf einen einzelnen Platz einigen, auf dem man größer bauen kann.“

Das Bauamt hatte in seiner Stellungnahme darauf verwiesen, dass das Grundstück sowie das alte Gebäude mit seinen Nebengebäuden bereits seit längerem der Natur überlassen worden seien. Von den 53 verzeichneten Bäumen würden 40 vom Stammumfang her unter die Baumschutzverordnung fallen. Viele seien zudem wegen ihres hohen Alters nicht so leicht zu ersetzen und sie seien für das Ortsbild von Bedeutung.

Das Sachgebiet Umwelt der Verwaltung hatte noch darauf hingewiesen, dass in dem Gebiet des Grundstückes Wanderbewegungen besonders geschützter Arten wie Erdkröten und Grasfrösche stattfinden würden. Marion Behr (Grüne) schlug in diesem Zusammenhang vor, dies noch genauer prüfen zu lassen. (hk)

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