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Zum ersten Mal im Landkreis Fürstenfeldbruck

Stressfreie Büro-Alternativen:  Coworking-Spaces in Eichenau

  • vonHans Kürzl
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Eichenau will als erste Kommune im Landkreis Fürstenfeldbruck sogenannte Coworking-Spaces anbieten. Diese gelten als innovative Büro-Alternativen. 

Eichenau – Coworking-Spaces werden immer populärer. Sie sind ein Geschäftskonzept, das unter anderem Freiberuflern und Start-Up-Unternehmen aus verschiedenen Bereichen eine gemeinsame Infrastruktur unter einem Dach zeitlich befristet zur Verfügung stellt. Eichenau will dies als erste Kommune im Landkreis anbieten.

In der Gemeinde spricht man von einem Leuchtturmprojekt. Ins Auge gefasst wird eine Immobilie an der Hauptstraße 23 im ehemaligen „Kleinen Kaufhaus“. Der Gemeinderat signalisierte Zustimmung, wenn ein genaues Konzept vorliegt. Vorerst war Zurückhaltung zu spüren.

Am deutlichsten setzte sich Markus Wendling (FW) für das Projekt ein. Der Gewerbereferent und Vorsitzende des örtlichen Gewerbeverbandes sieht einen Vorteil: „Wir wollen dem Trend der ansteigenden Online-Bestellungen entgegenwirken.“ Den Einzelhändlern vor Ort würde es insgesamt gut tun, so Wendling. Ansonsten hielt er sich aus der Diskussion heraus.

Für seinen Fraktionskollegen Claus Guttenthaler sind die Coworking-Spaces für neu gegründete Unternehmen eine gute Idee. Dies habe er schon im Bürgermeister-Wahlkampf 2016 erklärt.

Skeptischer zeigten sich Martin Eberl (SPD) und Michael Wölfl (CSU). Grundsätzlich seien die Coworking-Spaces ein positiver Ansatz – vorausgesetzt es gibt hierfür eben ein Konzept. „Sonst macht auch eine Diskussion keinen Sinn“, sagte Eberl. Wölfl verwies darauf, dass bei der ins Auge gefassten Immobilie, die eine Gesamtfläche von 261 Quadratmeter aufweist, mittelfristig wohl ein Abbruch geplant sei. „Da sollen wir etwas hineininvestieren?“, fragte der CSU-Gemeinderat. Er schlug vor, im Gewerbegebiet nach einer kostengünstigeren Möglichkeit zu suchen, mit der man langfristiger planen könne.

Nach den Vorstellungen der Gemeinde wäre das Projekt zunächst auf 18 Monate angelegt. Die Gemeinde würde als Hauptmieter auftreten, was bis Jahresende 2020 rund 18 000 Euro kosten würde. Die Infrastruktur würde etwa fünf bis zehn Arbeitsplätze mit einfacher Möblierung, einen Meetingraum sowie gemeinsam nutzbare digitale Verbindungsmöglichkeiten anbieten. HANS KÜRZL

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