In Eichenau

Widerstand gegen Umzug in andere Unterkunft

Asylbewerber haben sich massiv dagegen zur Wehr gesetzt, von Eichenau nach Maisach umzuziehen. Die Polizei musste Zwang ausüben.

Eichenau  - Das Landratsamt hatte gegenüber den zwei betroffenen Familien den Umzug schriftlich per Bescheid und in Gesprächen angekündigt. Weil die Kreisbehörde Widerstand befürchtete, kamen zwei Polizeistreifen zum Einsatz. Ein 17-Jähriger wollte seine Sachen nicht packen und die Unterkunft nicht verlassen. Deshalb musste er von den Polizisten mit unmittelbarem Zwang aus dieser entfernt und gefesselt werden.
Die Mutter der zweiten Familie habe die Stimmung unnötigerweise angeheizt, so die Polizei. Die 35-Jährige hielt ihr Kind (6) an einem Arm hoch und forderte die Beamten auf, doch das Kind zu fesseln. Da das Kind offensichtlich Schmerzen hatte, mussten die Beamten das Kleinkind von seiner Mutter befreien.
Anschließend versuchte die Mutter, einen Beamten in den Finger zu beißen. Als sie der Polizist wegschob, ließ sie sich zu Boden fallen und schrie laut um sich, so die Polizei. Den 17-Jährigen erwartet jetzt eine Anzeige wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Die 35-Jährige hat sich wegen einer Körperverletzung an ihrem Kind und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte zu verantworten. Die Umsiedlung war nötig, weil eine der Familien Nachwuchs erwartet und daher ein größeres Zimmer braucht. Ein wechselseitiger Zimmertausch (ein Raum ist größer als der andere) innerhalb der Unterkunft in Eichenau war vorher schon am Widerstand der Asylbewerber gescheitert. Eine Familie zieht nun innerhalb der Eichenauer Unterkunft um, zwei andere  sind  in Maisach.

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