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Die zwei Christkindl mit ihren Eltern. 

An Heiligabend 

Zwei Christkindl geboren 

Eichenau/Olching - Zwei Christkindl wurden Eltern aus Eichenau und Olching an Heiligabend geboren. Jedes von ihnen ein kleines Wunder - und Johannes ist ein ganz besonderes Wunder, denn eigentlich hätte er gar nicht erst gezeugt werden können.

Claudia Lipps Geschichte passt zur Weihnachtsgeschichte. Zu Maria, einer Jungfrau, die eigentlich gar nicht hätte schwanger werden können. Auch der Erstgebärenden aus Eichenau bescheinigten verschiedene Ärzte, sie sei unfruchtbar. „Sie rieten mir, es künstlich anzuschieben“, erinnert sich die 33-Jährige. Nein, beschloss sie damals: „Entweder ganz oder gar nicht.“

Jetzt hält sie nach einer Bilderbuch-Schwangerschaft, 17 Stunden Wehen und einem Kaiserschnitt das 3450 Gramm schwere, 52 Zentimeter große Glück im Arm. Wie einst die Hirten zur Krippe pilgerten, so baute die Blaskapelle Starnberg just in dem Moment die Notenständer auf, als die kleine Familie kurz vor 13 Uhr aus dem Geburtszimmer im Klinikum Starnberg geschoben wurde. So, als hielten die Bläser dem Neugeborenen als Willkommensgruß ein Ständchen. Alles fast wie im Traum.

Traumhaft schnell regenerierte die junge Mutter auch, war kaum 24 Stunden nach der Geburt wieder fit. „Geblieben ist mir ein lachender Bauch“, feixt sie über den Schnitt, durch den dieses kleine Wunder geholt wurde. Und das, obwohl sie ja wie gesagt eigentlich gar keine Kinder hätte kriegen können.

Ebenso fest glaubte sie damals, dass sie keinen Mann findet, der zu ihr passt. Klar war der freiheitsliebenden Ergotherapeutin auch, dass sie nie heiraten würde. Das war noch, bevor sie vor drei Jahren Tom Lipp kennen und lieben lernte. Im November vor einem Jahr machte der Entwicklungs-Ingenieur ihr einen Heiratsantrag. Sie sagte ja und das Paar beschloss: „Dann haben wir halt Hunde statt Kinder.“

Bis Claudia pünktlich zum Junggesellenabschied im April unter Morgenübelkeit litt. Vermutete sie dahinter schon eine Schwangerschaft? „Nein. Erst eine Woche später, als die Übelkeit nicht wegging.“ Wider allen medizinischen Befunden fiel der Test positiv aus. Eine Neuigkeit, die für die Liebenden ein Zeichen war, mit der Lebensgemeinschaft die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Johannes ist das Geschenk obendrauf“, strahlt sie. Somit war es auch keine Überraschung, dass der errechnete Geburtstermin auf den 24. Dezember fiel. „Es sind viele Wetten gelaufen, ob der auch wahr wird.“ Sie selbst und der 46-jährige Vater zweifelten keinen Augenblick daran.

Am Abend vorher kündigte sich die Geburt an und am Weihnachtstag hielt das Ehepaar den Kleinen zum ersten Mal in den Armen. Die Heilige Nacht verschliefen Mutter und Kind dann friedlich. „Johannes ist super und so ein entspanntes Kind. Und das den ganzen Tag.“

Auch Bastian Maximilian Strecker ist ein echtes Christkindl: Der kleine Bub hat sich um 15.21 Uhr an Heiligabend dazu entschlossen, endlich das Licht der Welt zu sehen: Mit 52 Zentimetern Größe und einem Gewicht von 3760 Gramm kam das erste Kind von Miriam und Andreas Strecker aus Olching in der Amperklinik in Dachau zur Welt. So wird Weihnachten in der Familie Strecker ab sofort ein doppelter Grund zum Feiern.  (mk)

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