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Das Landgericht in München: Hier fand die Verhandlung zwischen dem FC Eichenau und seinem früheren Vereinswirt statt.

Aus dem Gerichtssaal

Eichenauer Fußballer und Ex-Vereinswirt nun vor dem Richter

Eichenau – Der Streit zwischen dem FC Eichenau und seinem früheren Vereinswirt Ingo Lander schwelt bereits seit vier Jahren. Ausgelöst worden war er durch eine Nebenkostenforderung in Höhe von 17 000 Euro.

Auch vor dem Landgericht München gab es nun keine Einigung zwischen dem klagenden Verein und dem Wirt.

In der Verhandlung wurde aber klar, dass bei der ganzen Sache auch die Gemeinde, die Eigentümer des Vereinsheims ist, eine Rolle spielt. Denn die Verwaltung hatte für das im Oktober 2008 in Betrieb genommene Lokal erst 2014 eine Abrechnung erstellt. „Das kann kein Grund für die Forderungen des Vereins sein“, stellte Richter Christian Seebeck fest.

Der FCE hatte die Summe für diverse Nebenkosten, aber auch für Strom, Telefon, Gebäudeversicherung, Inventar und Zubehör gefordert. Dies hatte zu einem umfangreichen Schriftwechsel zwischen den Parteien geführt. Letztlich wurde dem Wirt gekündigt und sein Konto gepfändet.

Die Schwiegermutter des Wirts hatte daraufhin eine Sicherheitsleistung hinterlegt. Doch nun ist unklar, wie hoch der Betrag ist, den der FC Eichenau zurückerstatten soll: Die Vorstellungen des Vereins lagen bei 5000 Euro, der Wirt forderte 9000 Euro.

Strittig war unter anderem die Berechnungsgrundlage. Es wurde ein Gespräch ins Feld geführt, bei dem 2011 eine höhere Nebenkostenrechnung verabredet worden sei. Dabei seien laut den Streitparteien der Wirt, Vorsitzender Gerold Janik, ein vor kurzem verstorbenes Vorstandsmitglied und Gemeinderat Peter Zeiler anwesend gewesen. Klärung brachte das aber nicht.

Der Richter merkte an, dass seiner Ansicht nach weder Strom-, noch Telefon oder Inventarkosten in die Berechnungen einbezogen werden sollen. Außerdem seien Forderungen, die vor 2011 entstanden sind, rechtlich schwierig zu bewerten. Er riet dem Kläger dazu, einen Vergleich einzugehen. Dennoch wird im August wohl weiter verhandelt. Eventuell werden dann zusätzliche Zeugen benannt.

Was bisher geschah

Zu Beginn dieses Jahres hatte der FC Eichenau im Gemeinderat einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 15 000 Euro beantragt. Begründet hatte dies der Verein mit Kosten für die Nutzung von Vereinsbüro und Besprechungsraum. Man könne sonst nicht den Verpflichtungen im Spiel- und Trainingsbetrieb, insbesondere bei den Juniorenmannschaften, nachkommen.

Der Gemeinderat billigte den Zuschuss zwar, versah ihn aber bis zur Klärung der Angelegenheit mit einem Sperrvermerk. „Ein paar Zeilen schreiben und 15 000 Euro fordern, ist nicht die feine Art“, sagte Sebastian Niedermeier damals in der Sitzung. Dem FCE wurde angeraten, über moderate Beitragserhöhungen nachzudenken.

Von Seiten der Eichenauer Gemeindeverwaltung hatte man erklärt, dass der Verein in den vergangenen vier Jahren 24 000 Euro für die Verpachtung des Vereinsheimes kassiert habe.

von Hans Kürzl

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