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Der Grüne Markt: Der Platz soll erweitert und mit Sitzbänken sowie Wasserfontänen ausgestattet werden. 

Puchheim

Einen Schritt weiter zur neuen Stadtmitte

 Nach Architektenwettbewerb und erstem Masterplan ist die Stadt mit ihrer Zentrumsplanung wieder einen Schritt weiter. Der Planungsausschuss des Stadtrats nickte jetzt einen Bebauungsplan-Entwurf ab, der sich im Wesentlichen an die Konzeption des siegreichen Architektenbüros hält.

Puchheim Vorgesehen sind drei neue zentrale Gebäude, eines davon bis zu vier Geschosse, südlich der Alten Schule – unter anderem für Bücherei, Musikschule und Volkshochschule. Östlich davon eine Tiefgarage für 85 Fahrzeuge, deren Dach begrünt und modelliert werden und das begehbar sein soll.

Der künftige zentrale Platz, eine Erweiterung des bisherigen Grüne Markts, soll mit Sitzbänken und Wasserfontänen ausgestattet werden und grundsätzlich ebenso autofrei bleiben wie die neue „Allee der Kulturen“ Richtung Planie. Für den Fröbel-Kindergarten im Osten des Planungsgebiets und das Rathaus im Westen sind großzügigere Bauräume geplant, ein künftiger Rathaus-Anbau könnte viergeschossig ausfallen. Sogar für einen Neubau der katholischen Kirche, der allerdings nicht geplant ist, wäre ausreichend Platz.

Die Grünflächen, auch der Friedhof, bleiben im bisherigen Bestand erhalten, nur für die Kennedywiese ist eine Umplanung mit Bürgerbeteiligung vorgesehen. Ob eine neue Zufahrt zum Friedhof vom Bahngelände aus möglich ist, muss noch geklärt werden.

Im Ausschuss wurden nur noch einige Details diskutiert. Jean-Marie Leone (SPD) wünschte sich einen festgesetzten Standort für das Kriegerdenkmal, für das man „sich nicht schämen“ müsse. Michaela von Hagen (Freie Wähler) störte sich am Verbot von „Einrichtungen für die Kleintierhaltung“. Haustiere sind allerdings selbstverständlich erlaubt, nur etwa eine „Anlage für 35 Karnickel“, die als Beispiel genannt wurde, soll es nicht geben.

Die Freie Wählerin zeigte sich außerdem irritiert über den Ausschluss von „Vergnügungsstätten“ mit Ausnahme von Kinos. Schließlich wolle man auch Puchheimer ansprechen, die „nicht jeden Abend zu einer Bildungsveranstaltung“ gehen wollten. Gemeint sind aber Etablissements wie Bordell, Spielsalon oder Wettbüro. Ob ein kleines Tanzlokal erlaubt werden soll, muss noch diskutiert werden.

Im Mai soll der Planungsausschuss abschließend beraten. Bis dahin werden die noch ausstehenden Gutachten zu Altlasten im Untergrund und zu den Anforderungen an den Immissionsschutz erwartet.(op)

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