Bei eisigen Temperaturen wurde die Rettung einer Person aus einem Auto geübt.

Die Feuerwehr übt

Einsatz bei Eiseskälte

Mammendorf – Die Kälte stellt auch die Feuerwehr vor große Herausforderungen – sowohl im realen Einsatz als auch bei Übungen. Zweimal testete die Feuerwehr Mammendorf jetzt den Einsatz unter extremen Bedingungen.

Bei zweistelligen Minusgraden übten die Feuerwehrleute die patientenschonende Unfallrettung aus einem Pkw – wie es im Fachjargon heißt. Konkret wurde ein Auto völlig zerlegt, Dach und Türen abmontiert. Den Schrottwagen hatte die Gemeinde zur Verfügung gestellt. Schon vorher hatte Wehr an einer Eisrettung am See teilgenommen.

Wie der Sprecher der Wehr, Christian Huber, in diesem Zusammenhang erläutert, mussten die Mammendorfer Kameraden allein im Januar zu sechs teils schweren Unfällen ausrücken. Insgesamt gab es zwölf Einsätze.

Ein Unfall bedeutet für die Helfer auch teils über Stunden bei eisiger Kälte, Wind und Schneetreiben den Verkehr umleiten zu müssen. Der Einsatzleiter habe dabei die Sorgfaltspflicht für seine Leute, erklärt Huber. Er müsse für Ablösung sorgen oder nicht benötigte Kräfte abziehen. Er müsse auch darauf schauen, dass sich die Helfer aufwärmen können – eine Möglichkeit sind die Fahrzeuge der Wehr, die mit Standheizungen ausgerüstet sind. Gleichzeitig müsse der Einsatzleiter auch an die Versorgung der Mannschaft mit heißen Getränken und warmer Verpflegung denken. Bei einem Einsatz etwa wurde ein Team beauftragt, Kaffee im Feuerwehrhaus zu kochen und vor Ort auszuschenken.

Nach einem Einsatz übrigens ist die Arbeit noch nicht vorbei, wie Huber erklärt. Fahrzeuge und Geräte müssen sofort wieder so hergerichtet werden, dass die Wehr jederzeit ausrücken kann. Derzeit mache der hohe Streusalzgehalt zu schaffen. Nach jedem Einsatz werden die Fahrzeuge gewaschen – in Mammendorf gibt es dafür eine Halle. Die Pumpen an den Wagen müssten frostsicher gemacht werden.

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