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Auch als Lager für Gerätschaften will der Gartenbauverein das alte Brunnenhaus nutzen.

Gartenbauverein will das Gebäude nutzen

Einzug ins Brunnenhaus vorerst gescheitert

Türkenfeld – Der Vertrag zwischen Gemeinde und Gartenbauverein über die Nutzung des stillgelegten Brunnenhauses kommt vorläufig nicht zustande.

Möglicherweise wird das Gelände in den neuen Flächennutzungsplan aufgenommen, was einen Abriss des Gebäudes zur Folge haben könnte. Bis die Entscheidung gefallen ist, will man mit dem Vertragsabschluss warten.

Vereinsvorstand Günther Asam war nicht glücklich über den Aufschub. „Wir brauchen eine gewisse Sicherheit.“ Die Hobbygärtner nutzen das Gebäude bereits und hatten vor, es in Eigenleistung auf Vordermann zu bringen. Auch die Außenflächen wollen die Mitglieder wieder herrichten – ein Aufwand, der sich nicht lohnen würde, wenn die Gemeinde den Mietvertrag nach wenigen Jahren wieder kündigen müsste. „Ich hätte da als Vereinsvorstand Bauchschmerzen“, so Bürgermeister Pius Keller (CSU).

Um sich abzusichern, wollte der Gartenbauverein die Gemeinde verpflichten, bei vorzeitiger Kündigung Ausgleichszahlungen zu leisten. Der Rat wäre jedoch nur bereit, die Entsorgungskosten für das alte Dach und die technischen Anlagen zu übernehmen.

Valentin Schmitt (Dorfgemeinschaft/DG) war von Anfang an dagegen gewesen, das Gelände aus der Hand zu geben. „Der Gemeinde gehören dort 1600 Quadrameter, das ist ideal zur Ortsabrundung.“ Nutzungsvarianten wären ein soziales Wohnprojekt, Einheimischenbauland oder Seniorenwohnen.

Ob und wann die Fläche entwickelt wird, soll bis zum Sommer feststehen. Fällt die Entscheidung negativ aus, soll der Vertrag mit dem Gartenbauverein doch noch abgeschlossen werden. Gartler und Kommune hatten sich sogar schon auf die Vertragslaufzeit von 20 Jahren geeinigt. Doch nun beschloss der Gemeinderat mit drei Gegenstimmen die Aussetzung des Vertrags.

von Ulrike Osman

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