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Futuristisches in Freising: Die dort entstandene Eishalle wurde erst 2014 über eine bereits bestehende Freiluft-Arena gebaut, ist komplett verglast und deshalb nachts weithin sichtbar.

Damit der Traum endlich in Erfüllung geht

Eishalle: So könnte sie aussehen

Fürstenfeldbruck - Der Jahrhundert-Traum einer Eishalle geht weiter. Damit er kein Albtraum bleibt, hat der Eishockey-Verein nun Stadtpolitikern eine Wunschvorstellung mit drei Hallen in vergleichbaren Städten präsentiert.

Ilmenau in Thüringen diente Brucks Stadträten ebenfalls als Anschauungsobjekt.

Ilmenau in Thüringen, Halle an der Saale und das nicht nur geografisch naheliegende Freising dienten Werner Kaltenegger, dem mit dem Eishallen-Projekt beauftragten Vizepräsidenten des EV Fürstenfeldbruck, als Anschauungsmodelle. Am Mittwochabend scharte er die Fraktionssprecher der Stadtratsparteien und Vertreter der Stadtwerke um sich. Denen wurde das seit drei Jahrzehnten ebenso umstrittene wie heiß ersehnte Eishallen-Projekt mit einer Powerpoint-Präsentation schmackhaft gemacht – mit dem Ergebnis, dass es grundsätzlich für gut geheißen und weiterbetrieben werden soll.

Und zwar „ganz seriös“, wie es der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) ausdrückt. Auch von den übrigen Stadtratsparteien wurde breite Unterstützung signalisiert, ohne freilich gleich konkrete Zusagen zu machen. Raff: „Die Eishalle ist kein Luftschloss und auch kein Albtraum mehr, sondern ein Traum, der jetzt konkreter werden könnte.“

Kosten von mehreren Millionen Euro

Die Eishalle in Halle an der Saale. Gleich nebenan spielen am Samstag die TuS-Handballer.

Sowohl die als Vergleichsmodelle vorgestellten Arenen in Halle/Saale als auch im thüringischen Ilmenau haben zwischen 4,5 und 5,2 Millionen Euro gekostet. Etwas teurer, dafür aber auch mit oberbayerischen Verhältnissen eher vergleichbarer, ist das 2014 fertig gestellte Stadion in Freising. Ähnlich wie auch in Fürstenfeldbruck schon mal angedacht, wurde dort ein bereits bestehendes Freiluft-Areal eingehaust und überdacht. Mit dem Ergebnis, dass der dortige Eishockey-Verein zwar weiterhin in der tiefsten Spielklasse am Puck war, heuer aber den Aufstieg in die Landesliga (dort spielt auch der Brucker EVF) so gut wie sicher schafft. Und: Die Zuschauerzahlen haben sich in Freising seit Eröffnung des komplett verglasten und deshalb abends futuristisch anmutenden Sport-Tempels konstant bei 300 eingependelt. Der große Unterschied der dortigen Amperstadt zu dem flussaufwärts gelegenen Bruck: In Freising ist die Halle weit weg von Wohnbebauung ins abgelegene Sportzentrum integriert. Und genau das ist der Knackpunkt.

Überdachung schwierig

Eine Überdachung der ans Wohngebiet entlang der Schöngeisinger Straße bestehenden Anlage ist kaum möglich. Das hat bereits ein vor zwei Jahren in Auftrag gegebenes Lärmgutachten deutlich gemacht. Daneben eine Halle neu zu bauen, ist nach Meinung von SPD-Fraktionssprecher Walter Schwarz „nicht mehr genehmigungsfähig“. Weshalb für ihn eine Zwei-Flächen-Lösung in diesem Gebiet nicht realisierbar ist. Zumal es dann auch mit der Infrastruktur (Parkplätze etc.) eng wird. Was wiederum für „Eislauf auf der grünen Wiese“ spricht. Der frei werdende Fliegerhorst wurde schon mal ins Gespräch gebracht. Denn klar ist, so Schwarz: „Wir haben gegenüber anderen Städten im Sport erheblichen Nachholbedarf.“

Bleibt noch die Finanzierung. Die soll jetzt von den als Betreiber fungierenden Stadtwerken abgeklopft werden. Bis Anfang September wird eine Wirtschaftlichkeitsberechnung gemacht. Aufschlussreich: Wie Bruck ist auch Freising ein Bier-Standort. Weshalb dort gerade geprüft wird, ob nicht die örtliche Brauerei als Namensgeber für die Halle auftritt und dafür entsprechend zahlt.

Die Arena in Halle/Saale könnte sich Raff übrigens am Samstag gleich mal persönlich anschauen: Die von ihm viele Jahre gemanagten Brucker Drittliga-Handballer sind dort zu Gast.

Peter Loder

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