Drastische Steigerung

Erhöhung der Kita-Gebühren: Eltern empört

Olching – Die Elternbeiräte der Kindergärten, Krippen und Horte kritisieren die vom Stadtrat geplante Erhöhung der Gebühren scharf.

In einer Sitzung des Elternbeirats-Forums verurteilten die Elternvertreter von zwölf Kinderbetreuungseinrichtungen nicht nur die Höhe der Beitragsanpassung, sondern auch die Art, wie die Eltern von der Stadt informiert wurden. Auch der Termin 1. April, an dem die neue Gebührenordnung in Kraft treten soll, sei überhastet, heißt es in einem Schreiben.

Von der Stadtverwaltung seien den Elternvertretern nur unübersichtliche und unvollständige Tabellen vorgelegt worden, kritisiert das Elternbeiratsforum. Daraus gehe nicht hervor, welche Kostensteigerungen im Einzelnen angefallen sind. Auch ein angekündigter Runder Tisch habe nicht stattgefunden.

Laut der Stadt steigen die Gebühren um durchschnittlich 15 Prozent. Das stimmt nicht, sagen die Elternvertreter. Sie haben eine Übersicht erstellt, aus der hervorgeht, dass Eltern, die für ihre Kinder eine durchschnittliche Buchungszeit von täglich sechs bis sieben Stunden in Anspruch nehmen, im Bereich der Kindergärten rund 17, bei Hortplätzen rund 24 und bei Krippenplätzen fast 30 Prozent mehr bezahlen müssen. Auf Eltern, die bis zu zehn Stunden buchen, kämen Steigerungen von 25 (Kindergärten) und 51 Prozent (Krippen) zu.

„Die Kosten für Personal, Betrieb und Unterhalt der Einrichtungen lassen sich nicht einfach auf die einzelnen Buchungszeiten herunterbrechen und dann anteilig auf die Elternbeiträge umlegen“, erklärt Sabrina Hermes, Vorsitzende des Elternbeirats des Kinderhauses Dreikäsehoch. So fallen für alle Kinder nahezu dieselben Verwaltungs-, Investitions- und Betriebskosten an.

Die geplante Erhöhung stehe in keinem Verhältnis zu den Reallohnsteigerungen der arbeitenden Eltern und würden insbesondere Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen unverhältnismäßig hoch belasten.

Die Elternvertreter appellieren deshalb an alle Stadträte, die geplante Gebührenerhöhung nochmals zu überdenken. Sie seien gerne zu weiteren Gesprächen bereit. Die Entscheidung über die Gebühren fällt voraussichtlich in der Stadtratssitzung am 10. März.  

tb

Rubriklistenbild: © dpa

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