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Noch beherrschen eine Tennis- und Squashhalle, eine Gastwirtschaft und drei Tennisplätze das Areal.

In Emmering

90 Wohnungen an der Amper geplant

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Der Amperpark Emmering war viele Jahre Heimat von Tennis-, Squash- und Badminton-Spielern. Doch damit ist bald Schluss. Das Areal inklusive Hallen und Tennisplätzen soll für eine umfangreiche Wohnbebauung genutzt werden.

Emmering – Anfang Juli wurde die letzte Unterschrift unter den Kaufvertrag gesetzt. Die Demos-Wohnbaugesellschaft erwarb damit die rund 11 000 Quadratmeter große Fläche, auf der derzeit noch eine Tennis- und Squashhalle, eine Gastwirtschaft und drei Tennisplätze stehen. Jetzt hat das mit der Planung beauftragte Architektenbüro ein erstes Konzept vorgestellt, wie es mit dem Gelände weitergehen soll.

Was Christian Weigl vom Architekturbüro Goergens, Miklautz und Partner den Mitgliedern des Ausschusses für Verkehr, Gewerbe und gemeindliche Einrichtungen präsentierte, weckte durchaus das Interesse der Gremiumsmitglieder. Rund 90 Wohnungen sollen in neun Baukörpern auf dem Amperpark-Areal entstehen.

Die Anordnung der Gebäude – einmal in einer Vierer-, einmal in einer Fünfer-Gruppe – soll zwei komplett verkehrsbefreite, hofähnliche Bereiche schaffen. Dort könnten laut Weigl außerdem Spielplätze für jüngere Kinder errichtet werden – in geschützter Lage und im Blickbereich der umliegenden Wohngebäude.

Bei den Baukörpern sind derzeit zwei Größen angedacht. Die kleinere Variante misst zwölf auf 20 Meter, die größere zwölf auf 30 Meter. Beide Gebäudetypen sind vorerst zweigeschossig geplant. Parken sollen die neuen Bewohner in einer Tiefgarage, die mit allen neun Gebäuden verbunden ist. Dazu soll es – wie schon jetzt – auch Parkplätze entlang der Siedlerstraße geben. Insgesamt 101 Stellplätze sind derzeit angedacht.

Mit der Schaffung eines neuen Wohngebiets ändert sich allerdings die Gestalt der Siedlerstraße entscheidend. Vor allem der Bauhof würde dann wie ein Fremdkörper wirken, der von drei Seiten von Wohnbebauung umgeben ist. Weigl präsentierte deshalb auch eine Variante, bei der die Bauhof-Fläche in das Konzept miteingebunden ist. Auch dort könnte eine ganz ähnliche Bebauung entstehen.

Geplant sind fünf Baukörper in denselben Ausmessungen wie die auf dem Amperpark-Areal – um einen verkehrsbefreiten und hofartigen Bereich angeordnet und mit einer Tiefgarage. So gäbe es Platz für 50 weitere Wohnungen, also insgesamt 140. Der Vorschlag stieß zwar auf Interesse im Ausschuss, da es aber noch keine Pläne für einen neuen Bauhof-Standort gibt, war die Idee eher Zukunftsmusik. „Ich sehe uns da nicht unter Zugzwang“, meinte Karl Ring (SPD).

Eine Kröte mussten die Ausschussmitglieder bei einem Vorschlag Weigls schlucken. Sollten beide Areale bebaut werden, sei es wünschenswert, die vier Gebäude, die entlang des Weges zwischen Amperpark-Gelände und Bauhof liegen, aus Kostengründen mit drei Geschossen zu planen. „Wenn wir die Gebäude barrierefrei mit Aufzügen erschließen, wäre die zweigeschossige Version die teuerste“, so der Architekt. Dadurch, dass es aber nur die zentral gelegenen Gebäude betreffe, würde sich das Baugebiet dennoch gut in die Umgebung einfügen und Raum für 18 zusätzliche Wohnungen entstehen.

Eine Sache bereitete den Ausschussmitgliedern Sorgen: die Erschließung. Dass die kleine Siedlerstraße den Verkehr, der durch bis zu 158 neue Wohnungen entsteht, schultern kann, hielten sie zumindest für fragwürdig. „Da werden Sie mit Protest rechnen müssen“, warnte Evelin Brauner (Freie Wähler). Und auch Stefan Floerecke (CSU) sah die ausschließliche Erschließung über die Siedlerstraße als grenzwertig an. Er schlug deshalb vor, zu prüfen, ob nicht auch eine zusätzliche Erschließung nach Norden zum Estinger Weg hin möglich wäre. Grundsätzlich sah er das Vorhaben als machbar an.

Die vorgestellten Modelle werden jetzt in den einzelnen Fraktionen diskutiert. In sechs bis acht Wochen soll das Thema dann erneut auf der Tagesordnung der entsprechenden Ausschüsse aufschlagen.

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