So sind die Gemeinderäte im neuen Emmeringer Sitzungssaal platziert: Als Zuhörer seien allerdings nicht alle Redebeiträge zu verstehen, kritisiert SPD-Vorstandsmitglied Otfrid Lankes. Er hält die Akustik des Saales nach wie vor für schlecht. tb-Foto: Bartmann

Bürger beklagt sich über schlecht zu verstehende Redebeiträge

Akustik im neuen Sitzungssaal ist nicht jedermanns Sache

Emmering – Es ist erst wenige Monate her, dass das sanierte Rathaus eröffnet wurde – inklusive des neuen Sitzungssaals. Doch mit dem sind nicht alle zufrieden: Die Akustik des Saals sei nach wie vor schlecht

Das findet zumindest Otfrid Lankes, Vorsitzender des örtlichen Männerchores und Vorstandsmitglied im SPD-Ortsverein. In der Rathausverwaltung gibt man Lankes teilweise recht: Eine zu laute Lüftung übertöne manchmal die Redebeiträge.

Lankes sagt, er habe Rathauschef Michael Schanderl bereits vor fünf Jahren auf die schlechte Akustik des damaligen Sitzungsraumes hingewiesen. Die Reaktion Schanderls beschreibt er als „hinhaltendes Zögern“. Er sei darauf verwiesen worden, „dass im neuen Rathaus alles besser würde“.

Nach Lankes’ Meinung sind die Sitze der Zuhörer ungünstig platziert: Sie befinden sich direkt am Eingang, im Rücken der CSU-Fraktion. Deren Mitglieder seien dadurch kaum zu verstehen. Und „auch die Fraktionen der Freien Wähler und SPD, auf die die Besucher schauen, sprechen entweder zu leise oder zu undeutlich, als dass man ihren Ausführungen folgen könnte“, meint Lankes. Er vermutet gar, dass der Gemeinderat unter sich bleiben möchte. Seien Zuhörer etwa nicht erwünscht?

„Die Lüftungsanlage ist einfach zu laut“, beschreibt Rathaus-Geschäftsleiter Markus Pree das Problem. Derzeit sei die Anlage so eingestellt, dass die Luft genau dort ausgeblasen wird, wo die Bürger sitzen. Eingesaugt wird sie am anderen Ende des Saals. Die zentrale Apparatur befinde sich zudem im Dachgeschoss des Rathauses. „Und da das nicht weit vom Sitzungszimmer entfernt ist, dringen die Geräusche manchmal nach unten durch“, sagt Pree.

Kein Ausschuss- oder Gemeinderatsmitglied und auch kein Zuhörer bis auf Lankes habe sich bisher daran gestört. „Aber wir sind dran“, teilt Pree mit. Es könnten beispielsweise die An- und Absaugöffnungen vertauscht werden. Er rechnet damit, dass es ab Herbst keine Störgeräusche durch die Lüftung mehr geben wird.

An der Platzierung der Zuschauersitze ändert sich aber nichts. Dazu biete der Saal zu wenig Raum. „Die Bürger werden immer hinter irgendjemandem sitzen müssen“, sagt Pree. Bei Sitzungen müssten die Teilnehmer eventuell etwas lauter sprechen. Tischmikrofone hält er angesichts der Raumgröße aber für übertrieben.

von Regina Mittermeier

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