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Planer Michael Luska stellte im Bürgerhaus erste Ergebnisse rund um die Ortsmitteplanung Emmerings vor. „Wir wollen Emmering nicht auf den Kopf stellen, aber wir wollen reagieren und umsetzen können.“Rathauschef Michael Schanderl

Informationsveranstaltung

Alter Sportplatz als Sahneschnittchen

Emmering – Im Rahmen der Städtebauförderung will die Ampergemeinde staatliche Zuschüsse abgreifen. Bereits geklappt hat das bei der Neugestaltung des Rathausvorplatzes. Dafür gab’s Gelder vom Staat, unter anderem auch für das neue Bacherl, das künftig vor der Rathaustür plätschern wird. Weitere öffentliche Räume könnten nach und nach in diesem Rahmen Berücksichtigung finden: etwa das alte Ortszentrum rund um den Kirchplatz, der Bereich entlang der Hauptstraße und im Umfeld von Bürgerhaus und Amperhalle.

Bei einer Veranstaltung im Bürgerhaus informierten Rathauschef Michael Schanderl und die Planungsgruppe um Michael Luska, wie eine weitere Ortsmitte Gestalt annehmen könnte. Bei einer Ideensammlung am 1. Mai und einer Bürgerwerkstatt im Sommer hatten Bürger Vorschläge und Wünsche einbringen können. „Natürlich sollen diese sich mit ihren Ideen im Konzept wiederfinden“, sagte Schanderl.

Allerdings gingen die Wünsche und Meinungen oft weit auseinander, resümierte er: „Die einen hätten zum Beispiel gerne mehr, die anderen gerne weniger Parkplätze am See.“ Letztlich gelte es, einen Konsens aller Beteiligten zu finden.

Die Planungen künftiger Maßnahmen werden in drei Bereiche gegliedert und sollen bestenfalls in den nächsten zehn bis 15 Jahren verwirklicht werden: Rund um den alten Ortskern am Kirchplatz, beim Rathaus und Umgebung, im Sportlerviertel bei der Amperhalle samt Bürgerhaus, und in „Emmering-City“, an der Hauptstraße. Vorläufige Ergebnisse werden im Gemeinderat am Dienstag, 22. November, diskutiert.

Hinsichtlich der Verkehrsproblematik stellte Planer Dierk Brandt fest: „Das mit der Mobilität ist ein schwieriges Thema: „Emmerings Nachbarn zählen rund 190 000 Einwohner. An der Verkehrssituation wird sich so schnell nichts ändern.“ Es gelte, mehr Aufenthaltsqualität im Ort zu schaffen.

Das könnte laut Planer Luska am alten TVE-Platz nahe des Feuerwehrhauses gelingen: Das Gebiet ist durch die neue Vereinsfläche an der Amperhalle frei geworden und biete Freiraum für nicht vereinsbezogene Gestaltung.

Auf dem alten TVE-Platz könnten Möglichkeiten für alle Generationen geschaffen werden: „Basketballkörbe, Blumenbeete für Urban-Gardening, Sitzmöglichkeiten oder auch Sitzstufen an der Amper“, zählte Luska auf. Auch an der Hauptstraße, die auf Anregung der Bürger mit in die Planungen einbezogen wird, könne viel verbessert werden. „Vor den Geschäften sollte mehr Platz geschaffen und Barrierefreiheit stärker berücksichtigt werden.“

Schanderl sagte zum Schluss: „Die Bürgerbeteiligung ist nicht vorbei, wir zeigen heute lediglich erste Zwischenschritte auf und wollen weiter mit Hilfe der Bürger Emmering gestalten.“ Jetzt gehe es mit Blick auf Zuschüsse darum, Gesamtkonzept und Zeitplan vorzulegen – und darum, was sich Emmering leisten könne. „So gesehen planen und denken wir lieber größer, um Förderungen möglich zu machen“, betonte Schanderl. Er sagte: „Wir wollen Emmering nicht auf den Kopf stellen, aber wir wollen reagieren und umsetzen können.“(akk)

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