Bezirkstagspräsident Josef Mederer (l.) überreicht die Urkunde an Bürgermeister Michael Schanderl.

Auszeichnung

Bienenfreundliches Emmering

30 oberbayerische Kommunen, die sich für eine bienen- und insektenfreundliche Umwelt einsetzen, sind vom Bezirk Oberbayern ausgezeichnet worden. Der Preis wurde heuer erstmals vergeben. Emmering belegte den zweiten Platz.

Emmering– Fünf Kriterien waren zu erfüllen: Gemeindeflächen wie Verkehrsinseln, Straßenränder oder Streuobstwiesen müssen bienen- und insektenfreundlich bepflanzt sein. Darüber hinaus sollen alle Flächen, die der Kommune gehören, extensiv und bienenfreundlich bewirtschaftet werden. Der Einsatz von Pestiziden ist auf solchen Flächen verboten, auch wenn sie verpachtet werden. Das sogenannte Straßenbegleitgrün an Straßen der Kommune muss schonend behandelt werden, vor allem im Frühjahr und Sommer. Schließlich müssen Imkern Plätze für Bienenhäuser zur Verfügung gestellt werden.

Den ersten Preis holte sich Kirchanschöring (Landkreis Traunstein). Platz zwei machte die Gemeinde Emmering. Bei ihr wurde besonders das Anlegen von Blühbändern in den bienen- und insektenfreundlich gestalteten Gemeindeflächen hervorgehoben, die pestizidfreie Bewirtschaftung eigener und verpachteter Grundstücke und der Pflegeplan. Pluspunkte waren die Streuobstflächen im Gemeindegebiet, die seit einem Vierteljahrhundert praktizierte Kooperation mit dem örtlichen Imkerverein und der Vertrieb heimischen Honigs in den Lebensmittelgeschäften vor Ort. Den dritten Preis teilen sich Chieming und Holzkirchen.

Der Bezirkstag möchte mit dem Preis ein Zeichen gegen das Insektensterben setzen, das, wie Bezirkstagspräsident Josef Mederer in seiner Rede bei der Verleihung ausführte, dramatische Ausmaße annehme. Er sagte: „Wo es weniger Insekten gibt, verhungern die Tiere, die sich von Insekten ernähren. Und ohne Insekten, und hier insbesondere die Bienen und Wildbienen, gibt es keinen Fruchtansatz.“ Um sich diesem Trend entgegenzustemmen, tue es not, die Lebensbedingungen der Insekten zu fördern. Dies versucht der Bezirk mit dem Wettbewerb „bienenfreundliche Gemeinde“ zu unterstützen: Es werden Kommunen geehrt, die mit ihrem Engagement eine Vorbildfunktion innehaben. zag

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