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Zweimal Schanderl, zweimal Freie Wähler: Michael senior (Bürgermeister) und Michael junior (Gemeinderat). 

Familienbande in der Kommunalpolitik 

Bürgermeister begrüßt seinen Sohn im Gemeinderat

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In Emmering wird der Gemeinderat mehr und mehr zur Familiensache. Jetzt hat Bürgermeister Michael Schanderl (Freie Wähler/FW) seinen Sohn Michael als neues Gemeinderatsmitglied vereidigt. 

Emmering – Der Junior rückt nach für den verstorbenen Urban Kiener. Der 22-jährige Agrarhändler – der wohl auch bald den väterlichen Hof übernehmen wird – ist seit sechs Jahren bei den FW und verpasste 2014 knapp den direkten Einzug in den Gemeinderat. Nächster Nachrücker wäre zwar Frank Theobald gewesen, doch der sagte aus beruflichen Gründen ab. Schanderl junior nimmt das Amt mit einem lachenden und einem weinenden Auge an: „Der Grund, warum ich jetzt im Gemeinderat sitze, ist sehr traurig. Ich kannte Urban Kiener schon mein ganzes Leben lang.“

Wenn es die Zeit neben Hof und Politik erlaubt, engagiert sich der 22-Jährige beim Burschenverein und bei der Feuerwehr. Gerne ist er in den Bergen – zum Wandern und zum Skifahren.

Wie es im Gemeinderat abläuft, weiß er zumindest vom Zuhören: „Ich war schon öfter bei einer Sitzung – wenn mich das Thema interessiert hat.“ Und sein Vater hat ihm den einen oder anderen Tipp mit auf den Weg gegeben. Obwohl der Rathauschef und sein Sohn übereinstimmend betonen, dass zuhause nicht oder nur wenig über Politik geredet wird. Bürgermeister Schanderl sagt: „Politik wird im Rathaus gemacht und nicht am Esstisch.“ Über den Verdacht der Vetternwirtschaft kann der junge Landwirt nur schmunzeln. „Bei uns darf jeder seine eigene Meinung haben und die auch in den Sitzungen oder bei Parteitreffen verteidigen.“

Auch die CSU hat mit Werner und Tobias Öl ein Vater-Sohn-Gespann im Gemeinderat. Der Junior rückte vergangenes Jahr für Magdalena Kiener (geborene Öl) nach, seine Schwester. Im Februar 2018 kam mit Sandra Kumeth noch eine Verwandte zur CSU-Fraktion hinzu: Sie ist die Cousine von Tobias Öl.

Auch bei den Freien Wählern gibt es weitere Verwandtschaftsbeziehungen. Zwar verpassten sich Florian und Herbert Oberpaul im Gemeinderat – weil der Sohn (Florian) für den Vater in den Gemeinderat nachrückte. Doch der Junior hatte zumindest seinen Onkel an der Seite: Bürgermeister Schanderl. Herbert Oberpaul hatte seinen Schwager als Vize-Bürgermeister zwölf Jahre lang vertreten. 

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