Gratulation zur Nominierung: Ortschef Manfred Haberer (l.) mit Stefan Floerecke.

Kommunalwahl 2020

CSU Emmering nominiert ihren Bürgermeister-Kandidaten

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Stefan Floerecke ist der Bürgermeisterkandidat der Emmeringer CSU. Der 34-jährige Selbstständige wurde am Donnerstagabend mit 85,18 Prozent der Stimmen nominiert.

Emmering – 27 stimmberechtigte Mitglieder waren anwesend. 23 votierten für Floerecke. Im Vorfeld hatte es auch Gespräche mit Vize-Bürgermeister und Seniorenreferent Christofer Stock gegeben. Doch der 54-Jährige zog seine Bewerbung zurück, weil er beruflich aufsteigen konnte. Der Religionslehrer ist künftig im Ordinariat Schulbeauftragter für die Religionslehrer an Grund- und Mittelschulen in der Stadt München. „Etwa bis Fasching war für mich klar, dass ich mich um das Amt bewerben möchte“, sagt Stock. Doch dann kam die berufliche Möglichkeit, die er nicht verstreichen lassen wollte. So hatten die Mitglieder nur einen Kandidaten zur Auswahl.

20 Sitze im Gemeinderat in Emmering

Floerecke gehört wie Stock und Haberer zu den insgesamt neun CSU-Mitgliedern im Gemeinderat. Insgesamt gibt es 20 Sitze. Der 34-Jährige wurde 2008 in das Gremium gewählt, ist derzeit Jugendreferent und stellvertretender Fraktionschef. Für die CSU sitzt Floerecke seit 2014 im Kreistag und ist Kreisjugendreferent. In die Partei ist er 2004 eingetreten, er war Gründungsmitglied der Jungen Union in Emmering.

Volle Kraft investieren

Floerecke, der als Neunjähriger mit seinen Eltern nach Emmering gezogen ist, hat Politikwissenschaften studiert und ist selbstständig: Er hat in Fürstenfeldbruck eine Kreativagentur, die unter anderem Print- und Webdesign macht, sich aber auch um politische Kommunikation kümmert. Floerecke will sich – im Falle seiner Wahl – aus der Firma zurückziehen und das Tagesgeschäft seinem Angestellten überlassen. „Beides zusammen geht nicht“, sagt er. Er wolle seine volle Kraft in das Bürgermeisteramt investieren. Und schließlich muss auch noch ein bisschen Zeit bleiben für seine Frau und seinen zehn Monate alten Sohn.

Politik erklären

Floerecke will „die Art und Weise, wie wir Politik machen, verändern“. Es gelte, dem Bürger die Politik wieder mehr zu erklären und dadurch Transparenz und Akzeptanz zu schaffen. Man dürfe sich nicht so sehr mit dem politischen Gegner beschäftigen, sondern müsse sich den Themen widmen.

Zu seinen konkreten Plänen will sich der 34-Jährige noch nicht äußern. Nur so viel: Er wolle mit den CSU-Gemeinderatskandidaten einen Zehn-Punkte-Plan für Emmering aufstellen. Es gehe dabei um realistische Ziele, die nach der Kommunalwahl alle innerhalb von sechs Jahren umsetzbar wären.

Vor der Nominierung hatte Haberer herausgestellt, was für einen Kandidaten wichtig sei. Floerecke habe das optimale Alter, um mehrere Amtsperioden lang Bürgermeister zu sein – und die nötige jugendliche Frische. Er komme aus Emmering und sei vielen bekannt. Floerecke habe bereits Wahlkämpfe organisiert und halte überzeugende Reden.

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