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Aufregung bei den Eltern 

Derzeit fehlen 50 Plätze in Mittagsbetreuung

 Nur 70 von 120 angemeldeten Kindern sollen ab dem neuen Schuljahr in der Mittagsbetreuung unterkommen können.

Emmering – Das kündigt die zuständige Nachbarschaftshilfe (NBH) Bruck-Emmering an, nachdem Verschiebungen bei den Räumlichkeiten anstehen. Doch für nächste Woche wurden weitere Gespräche vereinbart.

Ausgangspunkt der unter Eltern teils sehr emotional geführten Debatte: Die Gemeinde braucht voraussichtlich ein Klassenzimmer für die Grundschule mehr als bisher. Dieses soll – andere Räume gelten als ungeeignet – in dem Pavillon unterkommen, in dem jetzt die Mittagsbetreuung stattfindet. Das heißt: Die Mittagsbetreuung (zwischen 11.15 und 14 oder 16 Uhr) hätte dann einen Raum weniger zur Verfügung. Derzeit werde nach Ersatz gesucht, heißt es in einem Schreiben der Nachbarschaftshilfe. Ein geeigneter Raum sei aber bislang nicht gefunden worden. Eine gesicherte Zusage sei im Moment daher nur 70 Kindern gegenüber möglich, nicht aber allen angemeldeten 120. Die NBH bittet die Eltern um Arbeitsbescheinigungen, aus denen hervorgehen soll, dass Eltern an den gewünschten Betreuungstagen berufstätig sind.

Bürgermeister Michael Schanderl betont, dass das frühere Hausmeisterhaus als Ersatz in Frage komme. Unterm Strich hätte die Nachbarschaftshilfe dann sogar mehr Quadratmeter zur Verfügung als jetzt. Schanderl: „Für die Gemeinde ist es daher schwer nachvollziehbar, dass wir jetzt den schwarzen Peter zugeschoben bekommen sollen.“ Insgesamt seien aus Sicht der Gemeinde viele Fragen in dem ganzen Areal (Beispiel: Feuerwehrhaus) offen, die es zu entscheiden gelte. Bis sich das alles geklärt habe, seien Provisorien zu akzeptieren – wobei Schanderl den Zeitpunkt der Debatte um die Mittagsbetreuung jetzt auch für verfrüht hält. Wenn zwei oder drei Wochen ins Land gegangen seien, dann werde es eine Lösung geben. Er hält die Aufregung für nicht gerechtfertigt.

Marlene Gnam von der NBH hält das Hausmeisterhaus für ungeeignet. Ein langer Flur, eine steile Treppe und kleine Einzelräume seien nicht praktikabel. Zumal der zweite Standort eine zweite Organisationsstruktur benötigen würde. Sie habe die Eltern informiert, da die Zeit dränge, so Gnam, die nächste Woche aber einen Termin in der Gemeinde hat. Denn in (zumindest zeitlichem) Zusammenhang mit den Tagblatt-Nachfragen wurde am Freitag ein neuerliches Gespräch für kommende Woche vereinbart.  st

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