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Joachim Dorfmeister leitet die Männerchöre Emmering, Gröbenzell und Puchheim.   

Das aktuelle Interview

Drei Chöre, drei Konzerte – und Irland

Drei Chöre, drei Konzerte, ein Land: Die neue Konzertreihe von Chorleiter Joachim Dorfmeister und seinen Sängern dreht sich um die grüne Insel.

Landkreis Die allesamt von Dorfmeister geleiteten Männerchöre aus Emmering, Gröbenzell und Puchheim werden die irische Musik in ihrem „3 x 3 auf irisch“ im Oktober in ihre Heimatorte bringen. Was die Besucher erwartet, verrät Dorfmeister im Interview.

Wie sind Sie auf Irland als Leitthema gekommen?

Ich selbst war leider nur mit dem Finger auf der Landkarte in Irland, aber einige unserer Sänger waren schon dort und waren begeistert. Die Idee zum Konzert hat sich aus unterschiedlichen Inspirationen ergeben. Vor einigen Jahren haben wir mit Kathy Kelly von der Kelly Family ein gemeinsames Konzert gegeben. Das hat uns Lust darauf gemacht, uns im größeren Rahmen mit irischer Musik zu beschäftigen. Außerdem haben die berühmte irische Tanzshow Riverdance und der Soundtrack zum Film Titanic mir die irische Musik nähergebracht.

Was ist an Ihrem Konzertprogramm typisch für Irland und die irische Musik?

Die Konzerte sollen einen geschichtlichen Abriss zur Entwicklung von Land, Leuten und Musik bieten. Es werden viele irische Folksongs dabei sein, aber auch einige Gospels und Spirituals. Eine Stepdance-Gruppe aus München wird außerdem einige typisch irische Tänze aufführen. Mit Landschaftsbildern wollen wir den Besuchern auch die irische Natur vergegenwärtigen. Die wichtigsten Säulen irischer Kultur schlagen sich auf jeden Fall in unserem Konzert nieder: Musik, Liebe, Glaube, Whiskey. Eigentlich sind die Iren damit nicht weit weg von den Bayern. Ersetzen Sie den Whiskey durch Bier, und schon sind Sie auch bei den Fundamenten der bayerischen Lebensart angelangt.

Die Proben für die Konzerte haben rund ein Jahr lang gedauert

Warum hat gerade die irische Musik einen besonderen Stellenwert in der Musikgeschichte?

Durch die Auswanderungsbewegung von Irland in die USA hatte die irische Musik in Amerika einen prägenden Einfluss. Sie hatte einen wichtigen Anteil an der Entstehung der modernen Musik. Das finde ich faszinierend. Die Musik der Sklaven in Nordamerika mischte sich dann mit den irischen Einflüssen. So entstanden Formen wie Gospels und Spirituals, die letztlich in die moderne Musik mündeten.

Wie bereiten Sie sich auf die Aufführungen vor?

Natürlich ist es sehr zeitintensiv, größere und themenbezogene Konzerte auf die Beine zu stellen. Die Ausarbeitung und die Musikauswahl nehmen etwa ein Jahr in Anspruch – für die Proben muss man ein weiteres Jahr einplanen. Zuerst haben alle drei Chöre getrennt geprobt. Jetzt, im letzten Monat vor den Konzerten, proben die Chöre drei Mal in der Woche gemeinsam. Am festen Probentag eines Chors stoßen die jeweils anderen Chöre immer dazu. Und was noch dazu kommt, sind die Stellproben und die Proben mit unseren Instrumentalisten: An den Konzerten wirken nämlich auch ein Dudelsackspieler und eine Harfenspielerin mit.

Und wann sind die Konzerte?

Das gemeinsame Programm „Irish Music in Concert“ der drei Männerchöre wird an drei Samstagen jeweils um 19.30 Uhr aufgeführt: am 14. Oktober im Saal des Freizeitzentrums in Gröbenzell, am 21. Oktober im Festsaal des Bürgerhauses in Emmering und am 28. Oktober in der Laurenzerhalle in Puchheim-Ort.

Karten für die Auftritte in Gröbenzell und Puchheim

können unter den Telefonnummern (0 81 41) 4 32 37 und (0 81 41) 9 24 18 reserviert werden. Tickets für das Konzert in Emmering gibt es im Vorverkauf in Emmering bei der Sparkasse, im Schreibwarenladen Kutzner und in der Volksbank. Der Preis beträgt zwölf, ermäßigt sechs Euro. Für 15 Euro können Restkarten an der Abendkasse erworben werden.

Interview: Alexa Bornfleth

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