Edith Westphal-Grett starb mit 61 Jahren.   
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Edith Westphal-Grett starb mit 61 Jahren.

Beliebte Kita-Leiterin

Edith Westphal-Grett plötzliche gestorben: Ihr Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Edith Westphal-Grett, Leiterin des Kindergartens „Unterm Regenbogen“ in Emmering ist überraschend verstorben. Sie hinterlässt eine schmerzliche Lücke.

Emmering – Edith Westphal-Grett war Herz und Seele des Kindergartens „Unterm Regenbogen“. Mit ihrer liebevollen Art prägte sie die Emmeringer Kinderbetreuungseinrichtung über viele Jahre. Seit 2006 arbeitete sie dort, 2012 übernahm sie die Leitung. Ihr völlig überraschender Tod hat eine große Lücke gerissen.

Edith Westphal-Grett ist tot: Die Kinder liebten sie über alles

Die Kinder fragen immer wieder nach „der Edith“ – das weiß Elternbeiratsmitglied Kathrin Geißler nicht nur von ihrer eigenen Tochter. „Sie hat eine schöne Atmosphäre im Haus geschaffen und den Kindern ganz viel Liebe entgegengebracht.“

Wichtig war der aus der Nähe von Frankfurt stammenden Erzieherin, ihren Schützlingen Raum zur Entfaltung zu geben. Sie setzte viel auf Freispiel und weniger auf Vorgegebenes. Davon profitierten die Kinder in ihrer Entwicklung. Gemeinsame Aktionen und Ausflüge gab es natürlich trotzdem – von Theater spielen bis Plätzchen backen.

Emmering: Leiterin der Kita „Unterm Regenbogen“ plötzlich verstorben

Weil Edith Westphal-Grett daran lag, die Kindergarten-Familie zusammenzubringen, bezog sie auch gerne die Eltern mit ein. Zum Start des Kindergartenjahres gab es für alle Familien einen Kennlern-Ausflug. Der führte zum Beispiel zum Jexhof, wo gemeinsam gewandert und Brotzeit gemacht wurde. Den Termin legte die Leiterin auf einen Samstag, damit möglichst viele Mütter und Väter die Chance hatten, mitzukommen.

Weitere Exkursionen standen stets im Zeichen eines Jahresthemas. „Alle Kinder aus einer Welt“ lautete es zum Beispiel zu Zeiten der großen Flüchtlingswelle. Die Kinder erlebten einen unvergesslichen Ausflug zum Münchner Flughafen. Dort wurden sie mit dem Bus übers Rollfeld gefahren, um die Flugzeuge aus der Nähe zu sehen. Elternteile als zusätzliche Begleitpersonen für solche Ausflüge zu gewinnen, war nie ein Problem. „Da ist jeder gerne mitgefahren“, erinnert sich Kathrin Geißler.

Plötzlicher Tod durch Herzinfarkt: Nachruf auf Edith Westphal-Grett

Privat war Edith Westphal-Grett ein offener, geselliger, vielseitig interessierter Mensch. „Sie hat es geliebt, unter Leuten zu sein“, erzählt Katharina Grett (28), die Tochter der Verstorbenen. Mutter und Tochter gingen gern zusammen ins Kino, ins Theater, zu Konzerten.

Und auch wenn die Frau mit dem herzlichen Lächeln sich seit 30 Jahren in Emmering wohlfühlte, zog es sie in ihrer Freizeit immer wieder nach München. Sie liebte das Lebendige der Großstadt, die Cafés, die Kultureinrichtungen. Dass die Nichtraucherin, die sich gesund ernährte und fit hielt, wie aus dem Nichts einen Herzinfarkt erlitt, ist für alle unbegreiflich und macht ihren Lieben den Verlust besonders schwer. Edith Westphal-Grett starb wenige Tage nach ihrem 61. Geburtstag.

Ebenfalls kurz vor Weihnachten mussten sich die Angehörigen von Benni Grieser verabschieden. Dieser wollte mit einer Knochenmarkspende helfen – und erfuhr dabei, dass er einen unheilbaren Tumor hat. Nun hat er seinen Kampf gegen den Krebs verloren.

Der rätselhafte Tod des Iraners Farshad Shiri in der Asyl-Unterkunft in Breitbrunn erfährt außergewöhnliche Anteilnahme. Er galt als Musterbeispiel für Integrationswille.

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