Die Emmeringer Awo wird aufgelöst.

Emmering

Arbeiterwohlfahrt vor dem Aus

Es hatte sich schon länger angedeutet, trotzdem ist die endgültige Nachricht für viele Emmeringer niederschmetternd: Nach über 46 Jahren wird der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Ende des Jahres aufgelöst.

Emmering – Hintergrund ist, dass die langjährige Vorsitzende Therese Oberhorner aus gesundheitlichen Gründen aufhören möchte. Mit ihr treten die weiteren vier Vorstandsmitglieder zurück – und von den restlichen 81 Mitgliedern möchte keiner ein Amt im Vorstand übernehmen.

„Wir sind alle schon zu alt“, sagt Oberhorner. Der Hauptgrund der Auflösung ist demnach klar: „Es fehlt, wie immer, an Nachwuchs“, meint die Vorsitzende. Seit über 35 Jahren führt sie den Ortsverband. Einmal im Monat traf man sich zur Mitgliederversammlung im Bürgerhaus. An Ostern, zum Muttertag oder zum Oktoberfest wurden Tanzabende veranstaltet. Auch Vorträge von Rechtsanwälten und Notaren standen auf dem Programm. Alles bezahlt mit den Mitteln aus den Mitgliedsbeiträgen.

Deshalb ist auch kein Vereinsvermögen vorhanden, welches durch die Auflösung verteilt werden müsste. Dennoch stehen Therese Oberhorner einige bürokratische und juristische Angelegenheiten bevor. Wie genau die Auflösung des Ortsverbands ablaufen wird, darüber will sie noch mit der AWO-Kreisverbandsvorsitzenden Karina Werner in Ruhe sprechen. Fest steht: Am 31. Dezember ist Schluss.

Den Emmeringer Mitgliedern und Interessierten rät Oberhorner, sich ab 2020 einem AWO-Ortsverband in der Nähe anzuschließen oder sich an den AWO-Kreisverband zu wenden. Der Kern der AWO Emmering trifft sich in Zukunft privat „zu einem Stammtisch oder Ähnlichem“. LISA FISCHER

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