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Ausgetrocknet ist das Bacherl am Emmeringer Rathaus. Wohl erst Ende März fließt hier wieder Wasser.

Am Emmeringer Rathaus

Das Bacherl geht in die Winterpause

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Hahn zu, Schluss mit dem Bacherl: Der Wasserlauf vor dem Emmeringer Rathaus geht in die Winterpause. Der Bürgermeister ist zufrieden mit der ersten Saison.

Emmering – Wer in den vergangenen Tagen am Rathaus vorbeigegangen ist, dem wird bestimmt aufgefallen sein, dass das Bacherl ausgetrocknet ist. Das ist der Jahreszeit geschuldet. Denn wie jeder Brunnen wird auch das Bacherl über die Wintermonate in den Urlaub geschickt.

Kaum ein Projekt war in diesem Jahr in Emmering so umstritten wie das Bacherl. Für viele Bürger war es eine Geldverschwendung, man hätte das Geld doch anders einsetzen können. Doch Bürgermeister Michael Schanderl erklärt, warum das eben nicht möglich war: „Der Zuschuss von der Städtebauförderung ist für eben solche Maßnahmen gedacht und kann nicht willkürlich verwendet werden.“ Ihm habe die Erfahrung den Sommer über gezeigt, dass der Wasserlauf gut angenommen wird: „Wir haben mit der Umgestaltung ein attraktives Rathausumfeld geschaffen.“

Und um dies auch ohne Wasser über den Winter zu bewahren, soll die Rinne vor dem Rathaus nicht wie vergangenes Jahr mit Holzplatten abgedeckt werden, sondern bei Schnee lediglich mit Pfosten und Ketten umrandet werden. „Wir wollen die Lichter des Bacherls auch weiterhin für die Beleuchtung des Rathauses nutzen“, erklärt Schanderl. Der zweite Grund, warum der Wasserlauf auch schon im Sommer über Nacht abgedreht wurde, ist, dass die Fördermenge, welche die Pumpe ins Bacherl pumpen darf, begrenzt ist. „Das Landratsamt gibt diese Richtlinie vor und deshalb war die Pumpe im Sommer zwischen 22 und 6 Uhr abgestellt.“ Die Grundidee für das Bacherl, die Amper für alle Bürger sichtbar zu machen und dafür echtes Amperwasser einzuspeisen, war am bürokratischen Aufwand gescheitert.

Voraussichtlich erst Ende März wird wieder Wasser im Bacherl fließen. Sobald dann das Wetter mitmacht, wird die Pumpe angeworfen.

Von Tom Eldersch

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