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Einsatzbesprechung nach dem Ausrücken: Vize-Kommandant Stephan Hahn (M.) ist mit der neuen Unterkunft zufrieden. Auch wenn noch einige Geräte, wie im Hintergrund zu sehen, provisorisch verstaut sind.

Provisorische Einsatzzentrale

Feuerwehr rückt vom Bauernhof aus

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Die Emmeringer Feuerwehr ist für die nächsten zwei Jahre in einem Notquartier untergebracht. Denn die alte Wache wird bald abgerissen, das neue Haus muss erst noch gebaut werden. Also hat man sich auf einem Bauernhof eingerichtet.

Emmering – Der Alarm ist raus. Die Funkmeldeempfänger der bereits anwesenden Kameraden schrillen. Jetzt zählt jede Minute. „Zehn Minuten ab der Alarmierung haben wir Zeit, um beim Einsatzort zu sein“, erklärt Vizekommandant Stephan Hahn. Das muss auch vom neuen Standort aus zu schaffen sein.

Warten auf Abriss

Nach und nach füllt sich der Hof mit eintreffenden Feuerwehrlern vor der provisorischen Einsatzzentrale. Im Inneren ein paar Baucontainer, zusammengeschusterte Holzkonstruktionen und Feuerwehrfahrzeuge, die hintereinander statt nebeneinander gereiht auf ihren Einsatz warten. Das wird jetzt für mindestens die nächsten zwei Jahre das Zuhause der Feuerwehr Emmering sein.

Halle am Hof

Ihr 45 Jahre altes Haus an der Amperstraße ist bereits komplett leer geräumt und wartet auf das Abrisskommando. In einer großen Aktion wurden Autos und Gerätschaften vor zwei Wochen ins Provisorium geschafft.

Die neue Heimat der Emmeringer Wehr ist jetzt eine halbe Lagerhalle auf dem Hof des Landwirts und CSU-Gemeinderatsmitglieds Hans Weiß. Die Miete übernimmt das Rathaus. Weiß selbst ist auch bei der Feuerwehr und hat damit wohl den kürzesten Anfahrtsweg.

Es wird eng in den Umkleidecontainern

Nach spätestens fünf Minuten ist der Großteil der Truppe eingetroffen und im Laufschritt zu den Umkleidecontainern gerannt. Viel Platz zum Umziehen haben sie nicht, und das eine oder andere Teil ist auch noch verschollen. „Wo sind meine Schuhe?“, hört man einen Kameraden aus dem Container rufen. „Das wird sich in den nächsten Wochen und Monaten einspielen“, hofft Hahn.

Etwas beengt: An einer selbst zusammengeschraubten Holzkonstruktion hängt die Ausrüstung. Bei einem Großeinsatz wird der Platz schon mal knapp.

In dem Provisorium hat nicht alles Platz gefunden, was vorher im Haus zur Verfügung stand. Eine Schlauchwaschanlage gibt es beispielsweise nicht mehr. „Wir nehmen sie jetzt mit nach Hause und waschen sie selbst“, sagt Hahn scherzend. In Wirklichkeit bringen sie die Schläuche nach Bruck. Dort werden sie gegen eine kleine Gebühr gereinigt.

Probe hat geklappt

Nachdem dann doch alle ihre Ausrüstung gefunden haben, werden die Fahrzeuge besetzt. Nach einer vorher geplanten Reihenfolge verlassen sie die Halle. Vorne weg fährt das Führungsfahrzeug, gefolgt vom Löschgruppenfahrzeug und dem Versorger. Den vierten Truck besetzt die Jugendfeuerwehr, die auch zahlreich erschienen ist.

In einer festen Reihenfolge stehen die Feuerwehrautos. Ganz vorne das Führungsfahrzeug. Dahinter die Container mit Umkleiden und Büros. Oben das Lager.

Spätestens jetzt ist allen klar: Der heutige Einsatz ist nur eine Übung, denn in Emmering dürfen die Nachwuchsfeuerwehrler erst mit 18 Jahren ausrücken. Vize-Kommandant Hahn ist mit dem Ergebnis zufrieden. Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat die Aktion gut geklappt.

80 bis 100 Einsätze im Jahr

Dann folgen die Einsatzbesprechung in der Halle und ein kurzer Rundgang durchs neue Zuhause. „Das Wichtigste – der Getränkeautomat – steht auch schon bereit“, witzelt der Vize-Kommandant. In einem Container findet sogar die Atemschutzwerkstatt Platz. Hier werden Geräte und Atemschutzmasken geprüft und instand gesetzt. „Wir sind froh, dass wir so was selbst machen können“, sagt Hahn.

Etwa 80 bis 100 Einsätze hat die Feuerwehr Emmering im Jahr. Die wird man auch gut vom Provisorium aus stemmen können, da ist sich Vize-Kommandant Stephan Hahn sicher. Man freue sich aber auch darauf, irgendwann wieder ein festes Quartier zu haben.

In diesem Jahr feierte die Feuerwehr Emmering auch ihr 150-jähriges Bestehen.

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