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„Hoffentlich keine Hausi auf“: Erstklässler erzählen, wie sie Weihnachten feiern

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Von: Helena Grillenberger

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Vinzent mag den Stern am Christbaum, Katharina freut sich auf „unsere Lichterkette“.
Vinzent mag den Stern am Christbaum, Katharina freut sich auf „unsere Lichterkette“. © Stefan Roßmann

Erstklässler der Emmeringer Grundschule erzählen, wie sie in diesem Jahr Weihnachten feiern. Und, dass auch Toast Hawaii weihnachtlich sein kann.

Emmering – Es fällt ein Stichwort: „Weihnachten“ – und acht Paar Kinderaugen beginnen zu leuchten. „I gfrei mi auf de Weihnachtszeit, weil ich mir ganz viel gewünscht hab“, erzählt der siebenjährige Paul sofort. „Und weil ich mit meinem Bruder dann ganz viel spielen kann“, ergänzt er.

An der Wand hinter den Schülern der 1c in Emmering hängt ein Christbaum aus grünem Tonpapier – verziert mit bunt bemaltem Papierschmuck und -geschenken. Den haben die Grundschüler geschmückt. Aber wie sieht der Christbaum bei den Erstklässlern zuhause aus?

Jakob und Paul: Der Baum kommt kurz vor Weihnachten in die Stube, dann wird er gemeinsam geschmückt.
Jakob und Paul: Der Baum kommt kurz vor Weihnachten in die Stube, dann wird er gemeinsam geschmückt. © Stefan Roßmann

Der Christbaum wird gemeinsam geschmückt

Acht Finger schnellen in die Luft, die Kinder warten, dass sie aufgerufen werden. Genau beantworten können sie die Frage allerdings nicht: Der Baum ist zwar schon gekauft, aber noch gar nicht aufgestellt, erklären sie. Katharina und Paul erzählen, erst zwei Tage vor Weihnachten kommt der Baum in die Stube, dann schmückt ihn die ganze Familie gemeinsam. Und für den sechsjährigen Vinzent ist der Baum eine Überraschung, die er erst an Heiligabend sehen darf: Bis dahin bleibt die Tür zur Stube zugesperrt.

Aber ihren liebsten Christbaumschmuck kennen die Erstklässler auch ohne, dass er schon am Baum hängen muss: Für die sechsjährige Sophie ist es ein Stern, genauso wie für Vinzent: „Der Stern, der oben dranhängt“, sagt er ohne überlegen zu müssen. Für den siebenjährigen Marinus sind es die roten und grünen Christbaumkugeln und für Katharina „unsere Lichterkette“. Paul erklärt, sein liebster Christbaumschmuck sei „bunt, weil das am schönsten ausschaut“.

An Weihnachten kommt „das Christkindl“

An Weihnachten kommt – und wieder schießen acht Arme in die Luft –, „das Christkindl“, da sind sich zumindest sieben Kinder einig. Nur Vinzent beantwortet die Frage wie aus der Pistole geschossen mit: „Meine Oma und mein Onkel!“

Marinus und Sophie: Nach dem gemeinsamen Singen gibt’s endlich die Geschenke.
Marinus und Sophie: Nach dem gemeinsamen Singen gibt’s endlich die Geschenke. © Stefan Roßmann

Wie das Christkind aber ausschaut, da gehen die Meinungen dann auseinander. Die sechsjährige Emma weiß gar nicht so recht, wie sie es sich vorstellen soll. Jakob H. vermutetet, das Christkind ist „a Engerl“. „A Engerl und a Stern“, ergänzt Marinus. Und der sechsjährige Jakob M. hat eine ganz genaue Vorstellung, wie das Christkind aussieht: „Wie ein Engel. Mit goldenen Flügeln und schwarzen Haaren. Und es hat ein goldenes Gesicht.“ Eher durchsichtig, vermutet hingegen Paul. „So, dass es uns zuschauen kann, und mir seng’s ned.“

Das Schönste an Weihnachten: „I gfrei mi hoid einfach.“

Das Schönste an Weihnachten ist für die Kinder, dass das Christkind kommt. Was sie aber außer dem Christkind an Weihachten noch schön finden, beantworten die Sechs- und Siebenjährigen dann etwas zögerlicher. Der Adventskranz fällt Marinus noch ein. Und Jakob M. fasst seine Vorfreude zusammen: „I gfrei mi hoid einfach. Da griag i Geschenke und i gfrei mi für andere.“

An Weihnachten wird die Geburt Jesu Christi gefeiert, das wissen die Erstklässler. Und eine Erklärung, warum sie Geschenke bekommen, wenn es doch Jesus ist, der Geburtstag hat, haben die Kinder auch parat: „Wir kriegen Geschenke, weil Jesus ganz heilig war“, ist sich Jakob M. sicher. Jakob H. vermutet eher: „Weil der Jesus auch Geschenke gekriegt hat.“

Emma und Jakob: Nach dem Essen an Heiligabend werden die Lichter ausgemacht.
Emma und Jakob: Nach dem Essen an Heiligabend werden die Lichter ausgemacht. © Stefan Roßmann

Das Christkind kommt während dem Essen

Bei allen acht Kindern kommt das Christkind, während sie beim Essen sind. Bei Jakob H. während des Hawaitoasts, auf den er sich schon freut. Bei Marinus gibt es Bratwürstl und bei Vinzent „a Schnitzel und zur Nachspeise irgendwas mit Apfelmuskuchen“. Nach dem Essen werden „die Lichter angemacht“, erzählt Emma und Plätzchen gegessen, bei Sophie wird gesungen und dann dürfen die Kinder ihre Geschenke auspacken. Von Laubsäge bis Einkaufswagen oder „Nintendo Schwitz“ ist auf den Wunschzetteln der Kinder alles vertreten.

Damit, dass sie alles bekommen, was sie sich so gewünscht haben, rechnen die Erstklässler aber nicht. Einen Wunsch haben sie jedoch unbedingt: „Hoffentlich ham mir über Weihnachten koa Hausi auf!“

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