Der Busverkehr zwischen Poing und Anzing soll spürbar verbessert werden.  Foto: dz-Archiv
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An den Stationen sollen verschiedene Verkehrsarten vernetzt werden.

Emmering lehnt Mitarbeit ab

Endgültiges Nein zu Mobilitätsstationen

  • vonHans Kürzl
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Endgültig „Nein“ zu Mobilitätsstationen hat Emmering gesagt.

Emmering – Mit breiter Mehrheit entschied sich der Gemeinderat dafür, der Empfehlung des Bau-, Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschusses Folge zu leisten. Lediglich die Grünen hatten sich noch einmal für die Errichtung einer Mobilitätsstation stark gemacht.

Ulrike Saatze (Grüne) hatte es vor der Abstimmung mit einem Kompromiss versucht: „Wir wären schon zufrieden, wenn wir wenigstens einen Standort schaffen.“ Emmering würde es gut zu Gesicht stehen, sich an dem vom Landratsamt vorangetriebenen Projekt zu beteiligen. Bei nur einer Station würden sich die Kosten erheblich verringern, argumentierte Saatze. Fünf Radstellplätze (das wäre eine Station) würden rund 17 500 bis 20 000 Euro kosten. Für die große Version, die im Ausschuss diskutiert worden war, wären es 87 500 Euro gewesen.

Die große Summe habe auch ihm Sorgen gemacht, so Korbinian Würstle (Grüne). Einer kleinen Lösung könne man aber zustimmen: „im Sinne der Mobilitätswende“.

Zur Abstimmung kam der Änderungsantrag der Grünen nicht. Bürgermeister Stefan Floerecke (CSU) hatte zunächst über den Beschlussvorschlag entscheiden lassen, der die komplette Ablehnung der Mobilitätsstationen enthielt. Dann merkte er mit Hinweis auf die Geschäftsordnung an, dass dieser Beschlussvorschlag eine breite Mehrheit gefunden habe. Über eine weitere Änderung müsse daher nicht mehr abgestimmt werden.

Die Grünen ließen aber nicht locker. Herbert Groß hakte für seine Fraktion noch einmal beim Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ nach. Rathauschef Floerecke erwiderte: „Wir haben entschieden, nichts zu machen.“

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