Wo gefällt wurde, ist für Spaziergänger gut zu sehen: Das Totholz bleibt im Emmeringer Hölzl liegen.
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Wo gefällt wurde, ist für Spaziergänger gut zu sehen: Das Totholz bleibt im Emmeringer Hölzl liegen.

Emmering

Fällarbeiten im Hölzl laut Rathaus nötig

  • Helga Zagermann
    vonHelga Zagermann
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Emmering – Ende Februar haben im Emmeringer Hölzl umfangreiche Baumpflegearbeiten stattgefunden – aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht, wie die Gemeindeverwaltung schon vorab betont hatte.

Emmering - Mittlerweile haben sich wegen der Aktion mehrere Bürger bei der Redaktion des Fürstenfeldbrucker Tagblatts gemeldet: Sie halten den Eingriff für übermäßig und sprechen von „Tabula rasa“. Ein Mann sagt: „Wenn das landschaftspflegerische Maßnahmen waren, dann möchte ich nicht wissen, wie es aussieht, wenn die wirklich abholzen.“

Im Rathaus, wo übrigens weder schriftlich noch telefonisch Beschwerden eingegangen sind, bemüht man sich um Beruhigung. Geschäftsleiter Markus Pree betont, dass Experten des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten den Umfang der Arbeiten nach einer Begehung festgelegt hatten. Solche Arbeiten würden regelmäßig jedes Jahr stattfinden beziehungsweise außerhalb dieses Turnus’ nach unvorhersehbaren Schadensereignissen, zum Beispiel nach einem Sturm.

Nach einer Aktion am 8. Januar 2020 wurde nun von 20. bis 22. Februar 2021 gefällt und zurückgeschnitten – extra vor Beginn der Vegetationsperiode und Brutzeit. Der Umfang richtet sich laut Pree nach den Schädigungen des Baumbestands. So mussten Bäume gefällt werden, teilweise seien aber nur tote Äste abgeschnitten worden. Generell gelte: Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs müssen Kommunen Bäume auf öffentlichem Grund regelmäßig kontrollieren, um Schäden und Gefahren zu beseitigen.

Pree räumt ein, dass die Arbeiten heuer umfangreicher waren als im Vorjahr. Der Grund dafür: „Das bereits seit mehreren Jahren grassierende Eschentriebsterben greift immer mehr um sich.“

Äste und gefällte Stämme bleiben übrigens im Hölzl liegen. Das Totholz ist Lebensraum und Nahrung für Tiere und Pflanzen. Das Holz abzutransportieren würde laut Pree die Vegetation schädigen.

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