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Der Spielplatz an der Straße „Zur Denkstätte“: Die Rutsche ist sehr alt. Die Farbe blättert ab, die Rutschfläche hat Dellen.

10.000 Euro sind eingeplant

Freie Wähler und CSU streiten über Spielplatz-Sanierung

Die Sanierung der Spielplätze, das ist ein Streitthema im Gemeinderat Emmering. Jetzt krachte es wieder, dieses Mal im Sozial-, Kultur- und Sportausschuss.

Emmering –  Auf der Tagesordnung stand der Antrag des Jugendreferenten Stefan Floerecke (CSU), Geld in die Hand zu nehmen. Bereits Anfang des Jahres war im Ausschuss über das Budget abgestimmt worden, das zur Verfügung gestellt werden soll, um die Spielplätze im Ortsgebiet zu sanieren beziehungsweise umzugestalten. Damals wurden 10.000 Euro eingeplant.

Floerecke legte nun in seinem Antrag genau dar, welche Spielplätze vorrangig saniert werden müssten. Dazu gab er Kosteneinschätzungen je Spielplatz ab. Doch obwohl das dafür nötige Geld bereits eingeplant ist, wurde der Antrag nicht einfach so durchgewunken. Bürgermeister Michael Schanderl (Frei Wähler) hatte noch einige Fragen. Zum Beispiel wollte er wissen, warum die Funktion der Spielgeräte am Spielplatz Nordendstraße nicht gewährleistet sei, denn: „Es geht regelmäßig alle zwei bis drei Wochen ein Mitarbeiter des Bauhofs auf alle Spielplätze und kontrolliert dort den Zustand der Geräte.“

Stefan Floerecke fasste diese Aussage jedoch als Affront auf und konterte: „Wollen Sie mir unterstellen, dass ich denke, dass der Bauhofmitarbeiter seine Arbeit nicht richtig macht?“ Diese Antwort ließ dann endgültig die Gemüter überkochen und es folgte ein verbaler Schlagabtausch zwischen dem Bürgermeister und seiner Fraktion der Freien Wähler und Stefan Floerecke und der CSU-Fraktion.

Nachdem Schanderl zur Ordnung gerufen hatte, beruhigte sich die Situation wieder ein wenig. Hauptstreitpunkt war für die Freien Wähler die nicht ausreichende Qualifikation Floereckes zur Beurteilung des Zustands der Spielplätze. Wobei Floerecke sagte, dass er nur das Offensichtliche anspreche, das auch die Besucher der Freizeitanlagen sehen würden.

Außerdem war man sich nicht einig, ob die bereitgestellten 10 000 Euro für alle vier angesprochenen Spielplätze reichen. Daher wollte Schanderl von Floerecke eine Prioritätenliste. Schließlich wurde Floereckes Antrag mit nur einer Gegenstimme angenommen.

von Tom Eldersch

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